{"id":1329,"date":"2019-11-02T12:35:42","date_gmt":"2019-11-02T11:35:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lsvr.de\/wdp-test-environment\/?page_id=1329"},"modified":"2020-02-24T21:05:55","modified_gmt":"2020-02-24T20:05:55","slug":"mit-der-cessna-uebers-gelobte-land","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.lsvr.de\/de\/mit-der-cessna-uebers-gelobte-land\/","title":{"rendered":"Mit der Cessna \u00fcbers gelobte Land"},"content":{"rendered":"<!--themify_builder_content-->\n<div id=\"themify_builder_content-1329\" data-postid=\"1329\" class=\"themify_builder_content themify_builder_content-1329 themify_builder tf_clear\">\n                    <div  data-css_id=\"0b9k392\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row fullheight fullwidth tb_0b9k392 tb_first tf_w\">\n                        <div class=\"row_inner col_auto_height col_align_middle tb_col_count_2 tf_box tf_rel\">\n                        <div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col4-2 tb_c2mv393 first\">\n                    <!-- module image -->\n<div  class=\"module module-image tb_m0sx393 image-top   tf_mw\" data-lazy=\"1\">\n        <div class=\"image-wrap tf_rel tf_mw\">\n            <a href=\"https:\/\/www.lsvr.de\/de\/\">\n                   <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"320\" height=\"194\" src=\"https:\/\/www.lsvr.de\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/logo-neu.png\" class=\"wp-post-image wp-image-17\" title=\"logo-neu\" alt=\"logo-neu\" srcset=\"https:\/\/www.lsvr.de\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/logo-neu.png 320w, https:\/\/www.lsvr.de\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/logo-neu-300x182.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/>        <\/a>\n    \n        <\/div>\n    <!-- \/image-wrap -->\n    \n        <\/div>\n<!-- \/module image -->        <\/div>\n                    <div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col4-2 tb_8dhv394 last\">\n                    <!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_19b5394  repeat \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n        <h1 class=\"text-white\">Mit der Cessna \u00fcber\u00b4s gelobte Land<\/h1>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text --><!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_8ats394  repeat \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n        <div class=\"page\" title=\"Page 1\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>Israel unter Sichtflugbedingungen und den immensen Sicherheitvorkehrungen anzufliegen ist nicht einfach. Aber auch hier haben die Rietberger Crews mal wieder ein Sahneh\u00e4ubchen auf die legend\u00e4ren Ausfl\u00fcge gesetzt.\u00a0<\/p>\n<p>Nicht nur der Weg in den nahen Osten war bereits ein Abenteuer. Wir waren erst die vierte Pilotengruppe, die ohne einen israelischen Sicherheitspiloten als Co von Haifa \u00fcber Genezareth, vorbei an Jericho und Jerusalem zum Toten Meer flogen durften. Ein unvergessliches Erlebnis mit vielen Eindr\u00fccken bei unseren Rundreisen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->        <\/div>\n                        <\/div>\n        <\/div>\n                        <div  data-css_id=\"t11p647\" data-lazy=\"1\" class=\"module_row themify_builder_row fullwidth tb_t11p647 tf_w\">\n                        <div class=\"row_inner col_align_middle tb_col_count_4 tf_box tf_rel\">\n                        <div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col4-1 tb_ard4647 first\">\n                    <!-- module image -->\n<div  class=\"module module-image tb_j9p0648 image-top   tf_mw\" data-lazy=\"1\">\n        <div class=\"image-wrap tf_rel tf_mw\">\n            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"250\" height=\"188\" src=\"https:\/\/www.lsvr.de\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/DirkLinn.png\" class=\"wp-post-image wp-image-1003\" title=\"Dirk Linn, Autor und Mitglied im LSV Rietberg eV\" alt=\"Dirk Linn, Autor und Mitglied im LSV Rietberg eV\">    \n        <\/div>\n    <!-- \/image-wrap -->\n    \n        <div class=\"image-content\">\n                    <h3 class=\"image-title\">\n                                    Dirk Linn, Autor und Mitglied im LSV Rietberg eV                            <\/h3>\n                    <\/div>\n    <!-- \/image-content -->\n        <\/div>\n<!-- \/module image --><!-- module buttons -->\n<div  class=\"module module-buttons tb_n0x4189 buttons-horizontal solid  circle\" data-lazy=\"1\">\n        <div class=\"module-buttons-item tf_in_flx\">\n                        <a href=\"https:\/\/www.lsvr.de\/de\/reisen-und-flug-abenteuer\/\" class=\"ui builder_button tf_in_flx tb_default_color\" >\n                                                Zur\u00fcck zur \u00dcbersicht                                        <\/a>\n                <\/div>\n            <\/div>\n<!-- \/module buttons -->\n<!-- module buttons -->\n<div  class=\"module module-buttons tb_m46a101 buttons-horizontal solid  circle\" data-lazy=\"1\">\n        <div class=\"module-buttons-item tf_in_flx\">\n                        <a href=\"https:\/\/www.lsvr.de\/de\/\" class=\"ui builder_button tf_in_flx tb_default_color\" >\n                                                Startseite                                        <\/a>\n                <\/div>\n            <\/div>\n<!-- \/module buttons -->\n        <\/div>\n                    <div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col4-1 tb_4evb648\">\n                    <!-- module text -->\n<div  class=\"module module-text tb_cpve648   \" data-lazy=\"1\">\n        <div  class=\"tb_text_wrap\">\n        <h2>PRE-FLIGHT &#8230;.<\/h2>\n<p><br \/>Die Clubreisen des Rietberger Motorflugvereins sind schon fast Legende. Hatten mich meine ersten Ausfl\u00fcge als neues LSVR-Clubmitglied noch innerhalb Europa verschlagen, so folgten mit dem Senegal (2004) , Libyen (2006) und Algerien (2007) meine ersten Afrika-Erfahrungen. Auch die Reise ans Nordkap (2008) war gef\u00fcllt von neuen Eindr\u00fccken und gaben meiner Hobbyfliegerei ganz neue Perspektiven. Ich hatte vor knapp 30 Jahren das Fliegen gelernt, damals als 15-j\u00e4hriger Segelflugsch\u00fcler beim Aero-Club Pirmasens.<\/p>\n<p>Aber dass ich dieses Jahr sogar nach Israel starten sollte, konnte ich immer noch nicht fassen. Israel kannte ich bisher \u00fcberwiegend aus den Nachrichten und die versprachen nicht immer Gutes. Wochenlang vor dem Abflug war mein pers\u00f6nliches Umfeld schon deutlich besorgt um unsere Sicherheit.<\/p>\n<p>Heute schreibe ich diesen Bericht und kann feststellen, dass wir wohlbehalten und ohne eine Gefahr gesp\u00fcrt zu haben, diese sagenhafte Reise am 11. September 2010 auf dem Flughafen Paderborn-Lippstadt (EDLP) beendeten. Es gibt so viel zu erz\u00e4hlen! Mit diesem Bericht m\u00f6chten wir darauf aufmerksam machen, dass Fliegerreisen nach Israel heut sehr gut m\u00f6glich sind. Wir m\u00f6chten alle Flieger ermutigen, sich auch einmal au\u00dferhalb der Platzrunde zu bewegen und L\u00e4nder mit dem Flugzeug selbst zu erkunden. Wir waren mit f\u00fcnf Crews ein gemischtes Team was Alter und Erfahrung betraf. Es ist dabei aber absolut wichtig, einen \u201eLeitwolf\u201c zu haben, der alles koordiniert und dem sich alle unterordnen.<\/p>\n<p>Wir hatten mit Winfried Berthold einen Gl\u00fccksfall. Ohne eine wirklich gute, vorausschauende und durchdachte Planung ist der Flug sicherlich schwierig und nicht zu empfehlen. Wichtig ist auch die st\u00e4ndige Synchronisierung aller Piloten und aller Ansprechpartner in den Ziell\u00e4ndern, was f\u00fcr Winfried einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren war. Eine seiner absoluten St\u00e4rken ist die Kommunikation. \u00dcber Internet wurde eine gemeinsame Ablage von Dokumenten eingerichtet und alle Informationen wurden \u00fcber einen E-Mail-Verteiler st\u00e4ndig aktualisiert. Informationen zu Anflugbl\u00e4ttern, ben\u00f6tigtem Kartenmaterial, Zoll-Formularen und die komplette Flugvorbereitung waren somit f\u00fcr alle stets aktuell zug\u00e4nglich.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h2>TURBULENZEN VOR ABFLUG<\/h2>\n<p><br \/>Die Nachricht kam aus heiterem Himmel: unsere Cessna 182 TR war noch immer in der Werft und wird nicht rechtzeitig zu Beginn unseres Israel-Trips fertig. Sollte f\u00fcr uns jetzt die Planung des letzten halben Jahres umsonst gewesen sein? Dietmar Gieffers, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des LSV Rietberg, versuchte ein anderes Flugzeug bereitzustellen. Trotz einer perfekten Club-Ausstattung mit acht Piper Archer III, drei Cessna C-182 (2xTR, 1xRG) und zwei Cessna 172 (M, P) sollte es in der Hochsaison nicht einfach werden einen Ersatz zu finden. Drei Piper und zwei Cessnas waren f\u00fcr den Flug nach Haifa eingeplant. Insgesamt 16 Besatzungsmitglieder sollten am 1. September 2010 von Paderborn ins Abenteuer starten. Und jetzt diese Nachricht! Da wir als einzige Crew mit vier Personen besetzt waren, schieden die Piper Archer aus, die mit Gep\u00e4ck nur mit maximal drei Personen vorgesehen waren. Schlie\u00dflich gelang es, statt der vorgesehen Turbo-Cessna die nicht aufgeladene C-182 RG II zu erhalten. Die Avionik der nun f\u00fcr uns \u201eneuen\u201c D-EJNG war zwar nicht unser Favorit, aber mit einem GNS-430, zwei VORs, DME, ADF und Drei-Achs-Autopilot absolut ausreichend. Fraglich war jedoch die Einreise mit der neuen Kennung!<\/p>\n<p><br \/>Winfried, unser Organisator, bat mich direkt bei der ASOC (Aviation Security Operation Center) in Israel anzurufen. Alle Flugzeuge und Crews m\u00fcssen mit einem relativ aufw\u00e4ndigen Verfahren im Vorfeld angemeldet werden. Dazu gibt es eine spezielle Internetseite (http:\/\/asoc.mot.gov.il\/), auf der ein Code vereinbart wird, der pro Maschine und somit auch f\u00fcr eine feste Kennung, einen Einflug in den Luftraum von Israel gestattet. Da sich unser Flugzeug \u00e4nderte, rief ich direkt am Abend in Israel an, um nicht in Griechenland zu stranden. Die Ummeldung per Telefon ging problemlos, jedoch immer flankiert mit Fragen zu Umst\u00e4nden und Motiven. Gut, dass ASOC 24\/7 erreichbar ist!<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h2>DER START IN ETAPPEN<\/h2>\n<p><br \/>Bereits am Vortag des Starttermins war zu erahnen, dass eine Warmfront von Norden her morgens Ostwestfalen erreichen w\u00fcrde. Deshalb waren zwei Teams schon am Vorabend Richtung S\u00fcden aufgebrochen, um das Risiko des Verzugs bei Reiseantritt zu minimieren. Winfried und seine Frau Ina Plassmann waren mit Ihrer Piper bereits nach Oberschlei\u00dfheim aufgebrochen. Roland Damann, der 1. Vorsitzende und auch Crew-Mitglied der D-ELJC, war am Morgen kurz nach 6 Uhr mit dem ICE Richtung M\u00fcnchen unterwegs, um dort an Bord zu steigen. Die zweite Piper mit Dietmar Gieffers und unserem j\u00fcngsten \u201ePIC\u201c(= Pilot In Command) Joan-Wilhelm Schwarze, waren nach W\u00fcrzburg-Schenkenturm geflogen um deren Pax (Passagier) Marianne M\u00f6ller abzuholen.<\/p>\n<p>Beide Maschinen w\u00fcrden somit der Warmfront sicher entkommen und am n\u00e4chsten Tag \u00fcber den Zwischenstopp Lubljiana (ICAO-Kennung LJLJ) mit vollen Tanks nach dem Etappenziel Dubrovnik (LDDU) weiterfliegen.<\/p>\n<p><br \/>Um 8 Uhr lokaler Zeit standen somit drei Crews in Paderborn buchst\u00e4blich im Regen: der Platz war gerade eben f\u00fcr Sichtflug geschlossen worden. Wolkenuntergrenzen um 300 Fu\u00df verhie\u00dfen nichts Gutes! Alle drei Crews hatten jedoch einen Instrumentenflug-berechtigten Piloten an Bord. Aber wir entschieden uns abzuwarten. In Bremen wurden schon fliegbare Untergrenzen gemeldet. Die C-182 TR mit Christoph Hartmann, dessen Frau Elvira Weidemann und Stefan Schink traf es dann doppelt hart. Nicht nur das Wetter machte Sorgen, auch die Batterie. Vollgetankt und schlie\u00dflich fertig zur IFR-Departure sprang die Maschine nicht an. Kein Mucks. Mit einer externen Starthilfe gelang es schlie\u00dflich und gegen 11 Uhr lokaler Zeit nahm die D-ELIC Kurs auf Pula (LDPL) in Kroatien, wo ein Zwischenstopp zum Tanken eingeplant war. Somit waren nur noch zwei Maschinen von f\u00fcnf am Boden in Paderborn.<\/p>\n<p><br \/>Die Zeit spielte gegen uns. Wir mussten mit unserer 140 Knoten schnellen Cessna sp\u00e4testens um 13 Uhr starten, damit wir noch eine Chance auf Dubrovnik hatten. Werner H\u00f6ing, Hans-Leo Sonnet und Mahalia Paris in der etwas langsameren Piper hatten jetzt kaum eine Chance, das Tagesziel vor Sonnenuntergang zu erreichen. Der Blick auf das Wetter zeigte uns, dass eine Alpen\u00fcberquerung im Westen \u00fcber die Brenner-Route am einfachsten w\u00e4re. Die D-ELPA mit Werner am Steuer entschied sich f\u00fcr die Strecke weiter \u00f6stlich, welche auch am Morgen die beiden vorausfliegenden Piper geplant hatten. Es musste bis 13 Uhr eine Entscheidung her! Gerd Janke, der eine IFR-Lizenz besitzt, gab einen Y-Flugplan auf. Dieser erlaubte einen Start unter Instrumentenflugbedingungen, der in einen VFR-Flug (Sichtflug) \u00fcberging. Wichtig war f\u00fcr uns her wegzukommen, da im S\u00fcden das Wetter deutlich besser war. Kaum waren wir startklar und rollten zur Runway 24, hob sich die Wolkendecke auf 500 Fu\u00df mit vielen \u201eL\u00f6chern\u201c und Werner konnte sogar mit Special-VFR zeitgleich starten.<br \/>\u2003<br \/>Der Start gelang problemlos und wir hatten nach den rasch durchstiegenen Wolkenfetzen, die \u00fcber dem Platz lagen, direkt gute Sichten. \u00dcber Warburg VOR ging es weiter nach Fulda. Die weitere Strecke f\u00fchrte \u00fcber Dinkelsb\u00fchl und Lech Richtung Innsbruck. Die Alpen waren sehr gut erkennbar und eine \u00dcberquerung in Flugfl\u00e4che 115 (ca. 3000 Meter \u00fcber Meer) war sehr entspannt. Die T\u00e4ler waren frei passierbar und eine \u00dcberquerung via Brenner-Route war bei einer Wolkenuntergrenze von mindestens 8.000 Fu\u00df ebenfalls gut machbar.<\/p>\n<p>Unsere mit vier Personen besetzte Maschine lag ruhig in der Luft und unsere Mitflieger Marco Gieffers und Katharina Slusarczyk genossen den tollen Ausblick auf die Alpen. Innsbruck Radar gab uns noch vor dem Meldepunkt BRENO an die Italiener weiter. Links vor uns erkannten wir klar und eindrucksvoll die Dolomiten. Die uns bisher begleitende Wolkendecke unter uns riss \u00fcber dem Brenner ab. Der wolkenklare Himmel gab uns Blick auf eine malerische Bergkulisse frei. Schroffe Felsw\u00e4nde, flache H\u00e4nge mit Almh\u00fctten, schneebedeckte Gipfel im Westen und eine wundersch\u00f6ne Farbenwelt breiteten sich unter uns aus. Gerd und ich hatten schon die ganze Zeit bemerkt, dass der R\u00fcckenwind enorm stark war und unsere Planung in Pula zwischenzulanden \u00fcberdacht werden konnte.<\/p>\n<p>Wir hatten die Cessna gut geleant und rechneten mit einen Verbrauch von maximal 50 Liter pro Stunde. Bei knapp 300 ausfliegbaren Litern AVGAS h\u00e4tten wir ca. 6 Stunden Reichweite. Mit dem R\u00fcckenwind berechneten wir nun nur noch 5 Stunden Flugzeit bis Dubrovnik. Der Plan war nun m\u00f6glichst viel Strecke abzuk\u00fcrzen und beim Einflug nach Kroatien zu kl\u00e4ren, ob wir bis zum Tagesziel durchfliegen k\u00f6nnen. Auch die VOR-\u201eFunkfeuer\u201c BZO und VIC wollten wir nicht mehr anfliegen. Es galt zu koordinieren, ob wir direkt \u00fcber den Flugplatz von Venedig in FL 115 fliegen durften und somit TES als n\u00e4chstes Ziel hatten. Dieser Wegpunkt war direkt am Flugplatz der Lagunenstadt.<\/p>\n<p>Nach kurzen Anfragen bekamen wir fast immer Freigaben zu unseren \u201eShortcuts\u201c! Der R\u00fcckenwind hielt in der St\u00e4rke an und wir \u00fcberflogen Venedig Richtung Pula, die Stadt am S\u00fcdzipfel von Istrien. Hier in Kroatien gibt es wundersch\u00f6ne Flugpl\u00e4tze und eine Reise zu den Inseln lohnt sich immer. Wir waren sch\u00f6n h\u00e4ufig hier. Pula Approach \u00fcbernahm uns von Padova Information. Jetzt galt es die neue Destination zu kl\u00e4ren. Nach wenigen Minuten hatten wir die Clearance zum direkten Weiterflug nach Dubrovnik. Welch ein Gl\u00fccksfall! Damit w\u00fcrden wir sogar das Hotel bis 19 Uhr erreichen, die vereinbarte Zeit zum Treffen aller Crews.<\/p>\n<p>Die Flugfl\u00e4che 115 konnten wir bis Split halten, bekamen wir die Freigabe zum Sinkflug, der uns mit noch mehr Zeitgewinn zum Tagesziel f\u00fchrte. Mit deutlich \u00fcber 170 Knoten Groundspeed waren wir f\u00fcr unsere Verh\u00e4ltnisse eine echte Rakete. Die Landung in Dubrovnik war problemlos. Wir stellen unsere Maschine bei den vor uns gelandeten zwei Piper und der Cessna ab. Damit waren vier von f\u00fcnf Flugzeuge am Tagesziel. Wir hatten zwar mit unserer Bord-Bord-Frequenz 123,45 MHz mehrfach versucht die D-ELPA zu rufen, aber die waren wohl zu weit \u00f6stlich und auch deutlich hinter uns. Sicherlich gab es sp\u00e4ter per Telefon Kontakt.<\/p>\n<p>Tanken wollten wir gleich, damit wir am n\u00e4chsten Morgen direkt starten k\u00f6nnen. 408 EUR bezahlten wir f\u00fcr 215 Liter, was ca. 1,90 EUR entspricht. Also hatten wir bei der Landung noch \u00fcber eine Stunde Flugzeit im Tank! Welch eine Reichweite, sogar ohne Longrange-Tanks! Langsam mochte ich die D-EJNG.<\/p>\n<p><br \/>Mit einem Taxi f\u00fcr 35 EUR ging es dann in das 5-Sterne Hotel Rixos Libertas. Winfried wartete schon auf uns, da wir die Hotel-Voucher f\u00fcr die ganze Gruppe an Bord hatten. Den Abend verbrachten wir bei einem wundersch\u00f6nen Dinner in der Altstadt mit Blick auf die Adria. Kaum vorstellbar, dass hier in den 90er Jahren ein grausamer Krieg stattfand, der alles in Schutt und Asche legte. Die Stadt ist mittlerweile im alten Stil komplett wiederaufgebaut.<\/p>\n<p>Viele Touristen sa\u00dfen in den Restaurants und Cafes des UNESCO Weltkulturerbes. W\u00e4hrend des Abendessens gab es neue Infos von der Crew der D-ELPA. Der Flug durch die \u00f6stlichen Alpen war wohl etwas anspruchsvoller und nach der Landung in Slowenien hatte sich Mahalia entschieden, per Bahn zur\u00fcck zu reisen und somit die Reise abzubrechen. Damit waren Werner und Leo auf der weiteren Strecke zu zweit im Flieger. Da die Sonne bald unterging, schaffen sie noch etwas aufzuholen, aber \u00fcbernachteten dann doch in Split.<\/p>\n<h2>\u2003<br \/>DIE WUNDERSCH\u00d6NE INSELWELT VON GRIECHENLAND<\/h2>\n<p><br \/>Der n\u00e4chste Tag musste zeitlich genau passen. Die Planung sah vor, dass wir in Araxos (LGRX) zum Tanken zwischenlandeten. Danach mussten wir bis 13:30 Uhr UTC (16:30 Uhr lokale Zeit) auf der Insel Astypalaia (LGPL) gelandet sein. Zu dieser Zeit schloss der Flugplatz und eine Landung war danach nicht mehr m\u00f6glich. Urspr\u00fcnglich war Rhodos (LGRP) als Tagesziel geplant, aber dort konnten wir nicht \u00fcber Nacht abstellen. Die Insel Astypalaia mit gut ausgebautem Flugplatz, jedoch ohne Tankm\u00f6glichkeit, war somit auf dem Weg und sollte uns f\u00fcr die n\u00e4chste Nacht beherbergen. Fr\u00fch am Morgen starten wir mit vier Flugzeugen nach Griechenland. Werner und Leo sollten sp\u00e4ter in Araxos auf uns sto\u00dfen, damit wir gemeinsam auf der kleinen Insel s\u00fcd\u00f6stlich der Kykladen \u00fcbernachten k\u00f6nnten. So der Plan bisher.<\/p>\n<p><br \/>Sonnenschein und blauer Himmel waren die Wegbegleiter gen S\u00fcden. Da fast die gesamte Strecke \u00fcber Wasser f\u00fchrte, waren Berge heute erst einmal kein Thema. Die Grenze zu Albanien \u00fcberflogen wir bei Intersektion LASTI direkt nach RODON. Tirana war sehr gut verst\u00e4ndlich und klar in den Anweisungen. Bei PITAS wurden wir den Griechen \u00fcbergeben mit Heading KRK (Kerkyra). Beim Anflug auf Araxos (LGRX) sollten wir auf milit\u00e4rischen Verkehr achten. Warum das so war, sahen wir bei der Landung nach ca. 2,5 Stunden Flugzeit. Es war ein Tummelplatz f\u00fcr F-16, die sich gegenseitig fast spielerisch verfolgen und Landungen \u00fcbten. Wenn es nicht ein Kriegsger\u00e4t w\u00e4re, k\u00f6nnte man als Pilot doch glatt ins Schw\u00e4rmen geraten!<\/p>\n<p>Kurz nach dem Aufsetzen mussten wir auf der Runway halten. Vor uns kreuzte langsam von links nach rechts eine Boeing 737. Da wir genau dorthin rollen mussten, erhielt der Passagierjet Vorfahrt. Am Ende des Taxiways, direkt gegen\u00fcber des Terminals, winkten schon unsere Crew, die in Kroatien als erste los geflogen und jetzt bereits am Tanken war. Dies war wieder eine planerische Meisterleistung von Winfried. Der Platz hat offiziell kein AVGAS. Das gilt f\u00fcr viele auch gro\u00dfe Pl\u00e4tze in Griechenland. Konstantinos Paximadis Konstantinos, der Chef des lokalen Aeroclubs von Araxos\/Patras hatte uns vier F\u00e4sser mit insgesamt 430 Liter AVGAS bereitgestellt. Es standen viele Piloten des heimischen Aeroclubs bereit, welche die kostbare Fl\u00fcssigkeit in unsere Flugzeuge pumpten. Wirklich eine tolle Kooperation und Gastfreundschaft. Er hatte auch die f\u00fcr uns extra erweiterten \u00d6ffnungszeiten des Flugplatzes von Astypalaia organisiert, da er den dortigen Flughafenchef Vasilios Sgouras gut kennt.<\/p>\n<p>Wichtig waren in Griechenland unsere vorab ausgef\u00fcllten Papiere (General Declaration Form). Pro Flugzeug war die Besatzung mit Paxen dort zu vermerken. Wir bezahlten dank der Gastfreundschaft des Aero-Clubs und unserer AOPA-Ausweise keine Landegeb\u00fchren, lediglich die Passagiere zahlten pro Kopf 12 EUR. Mit vollen Tanks rollten wir dann zur Piste 36L. Der Milit\u00e4rverkehr hatte mittlerweile deutlich zugenommen, ein ADAC-Ambulanzjet gesellte sich ebenfalls unter den abfliegenden Verkehr, also waren wir zum Warten verdammt. Nach einer halben Stunde Motorlaufzeit am Rollhalt waren bei der br\u00fctenden Hitze auch die Motoren sehr hei\u00df geworden. Eine Freigabe zum Start war noch nicht in Sicht. Der Blick auf die Uhr zeigte, dass es mal wieder knapp mit der Zeit wird. Die beiden relativ schnellen Cessnas w\u00fcrden noch die \u00d6ffnungszeit einhalten k\u00f6nnen, aber f\u00fcr die beiden Pipers war es schon recht sp\u00e4t. Dazu kam, dass die D-ELPA mit Werner und Leo noch immer nicht da war.<\/p>\n<p>Nach nun fast einer Stunde am Rollhalt bekamen wir die Startfreigabe. Endlich! Auch hatten wir im Funk die D-ELPA geh\u00f6rt, die im Landanflug war und jetzt noch tanken musste. Damit war f\u00fcr die D-ELPA das Landefenster Astypalaia wohl geschlossen. Konstantinos hatte den versp\u00e4teten Start der vier Maschinen mitbekommen und erreichte eine verl\u00e4ngerte \u00d6ffnungszeit um eine halbe Stunde. Damit w\u00e4ren zumindest die gerade startenden Flugzeuge \u201esafe\u201c.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h2>\u2003<br \/>EINE PERLE IM MITTELMEER<\/h2>\n<p><br \/>Nachdem der Flug nach Araxos von Flugh\u00f6hen in der N\u00e4he des Meeresspiegels gepr\u00e4gt war, mussten wir direkt nach Start von Araxos auf FL 95 steigen. Die Peleponnes hat Gebirge bis 2400 Meter H\u00f6he. Wolken hatten sich bereits um einige Gipfel gebildet. Richtung Osten wurde die Bew\u00f6lkung d\u00fcnner und \u00fcber dem Meer entschieden wir uns, wieder zu sinken. Schlie\u00dflich wollten wir die Inselwelt auf kurzer Distanz bewundern. Mit 3500 Fu\u00df ging es auch vorbei an Santorini, dem wundersch\u00f6nen Archipel s\u00fcdlich unseres Kurses mit dessen Flugplatz im flachen Ostteil.<\/p>\n<p>Auf Astypalaia stand der Wind \u201eMeltemi\u201c direkt auf der Bahn 33. Die Insel hat keine offiziellen VFR-Anflugverfahren, aber der Flugplatz ist sehr einfach zu finden. Zwischen den zwei Halbinseln befindet sich eine ca. 5 km breite Landbr\u00fccke. Dort ist der Flugplatz wirklich gut zu erkennen. Nach der Landung stellen wir auf dem kleinen Vorfeld die Cessna ab und luden aus. Unser Hotel \u201eMaltezana Beach\u201c ist von hier oben schon gut zu erkennen. Es liegt direkt am Stand einer kleinen Buch und ist mit 70 EUR im Einzelzimmer inkl. Fr\u00fchst\u00fcck absolut zu empfehlen! Die Abendsonne verw\u00f6hnte uns mit einem warmen Licht und einem leichten Wind.<\/p>\n<p>Auf der Terrasse a\u00dfen wir landestypisch selbstgemachtes Moussaka und griechischen Salat. Au\u00dfer uns sahen wir kaum Touristen. Die Stille und die Sch\u00f6nheit der Landschaft und der Blick auf das weite Meer lie\u00dfen den Abend als ersten wirklichen Urlaubstag ausklingen. Leider wieder ohne die Crew der D-ELPA. Der Flugplatz hatte um 17 Uhr geschlossen, nachdem die 30 Minuten Verl\u00e4ngerung verstrichen waren. Werner und Leo flogen Santorini an. Unser Plan war es jetzt, am kommenden Tag auf Rhodos alle Crews zu vereinen.<\/p>\n<p>Der Einflug nach Israel war im Verbund geplant mit nur geringem zeitlichem Versatz der Landungen. Auch hier waren die Zeiten klar vorgeschrieben und da es Freitag war, schloss der Platz auch p\u00fcnktlich. Der Samstag entspricht als Sabbath unserem Sonntag, somit war der Freitagabend der Beginn des Wochenendes.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h2>TAGESZIEL HAIFA<\/h2>\n<p>Heute begann der entscheidende Teil. Wir mussten die Crews auf Rhodos vereinigen, tanken, die Passkontrolle durchlaufen und vor dem Start mit der israelischen ASOC die Entry-Codes verifizieren. Zwar wurde beim Anflug auf Israel der sechsstellige Code \u00fcber Funk abgefragt, aber bereits auf Rhodos telefonierten alle Piloten bereits mit der ASOC, die neben dem vereinbarten Code noch drei Sicherheitsfragen checkten, die bei der Internet-Anmeldung vereinbart wurden. So musste jeder im Vorfeld Antworten zum Lieblingsessen, der Lieblingsfarbe und dem Lieblingsnamen notieren. Alles wurde im pers\u00f6nlichen Telefonat freundlich, aber bestimmt, \u00fcberpr\u00fcft.<\/p>\n<p>Nach kurzer Flugzeit von der kleinen Insel mit dem wundersch\u00f6nen Hotel nach Rhodos landeten wir, gef\u00fchrt \u00fcber die n\u00f6rdlich des Platzes gef\u00fchrte VFR-Route, auf der bekannten Urlaubsziel. Es war viel los auf dem Ferienparadies und der Tower w\u00fcnscht einen raschen Anflug direkt quer zur Landebahn mit kurzem Endteil. Kein Problem! Als wir wenig sp\u00e4ter die D-ELPA mit Werner und Leo einschweben sahen, fiel uns ein Stein vom Herzen. Alles konnte jetzt wie geplant weitergef\u00fchrt werden und wir warfen unserer Motoren an zum letzten Ziel des Tages: Haifa!<\/p>\n<p><br \/>Na ja, nicht alle konnten direkt \u201eanwerfen\u201c. Die D-ELIC hatte ja bereits beim Start in Paderborn Batterieprobleme. Es stellte sich heraus, dass die Batterie nicht mehr den Motor starten konnte, auch nach dem Aufladen durch den Flug. So mussten auf allen Flugpl\u00e4tzen von Christoph und Stefan eine GPU (Ground Power Unit) bestellt werden, was weitere Kosten verursachte. Einige Flugpl\u00e4tze verlangten kein Geld, andere wollten bis zu 150 EUR Zusatzgeb\u00fchr. Mittlerweile hatte Dietmar eine Ersatzbatterie aus Deutschland bestellt. Sp\u00e4ter stellte sich heraus, dass die Idee leider nicht gut war. <br \/>\u00dcber Zypern ging es weiter Kurs S\u00fcdost auf die K\u00fcste von Israel zu. Zwar mussten wie laut Vereinbarung Tel Aviv Identification 180 Nautische Meilen vor der K\u00fcste rufen, aber das klappte auf unserer Flugfl\u00e4che 85 nicht. Kurz nach Larnaca hatten wir dann Kontakt und \u00fcbermittelten den vereinbarten Code. Dieser wurde best\u00e4tigt und wir konnten einfliegen. \u00dcber die Punkte VELOX, DAVAR und GALIM ging es auf Haifa zu. 430 nautische Meilen lagen hinter uns, als der Flugplatz direkt hinter dem Hafen unter uns lag. Im Endteil sind zwei gro\u00dfe K\u00fchlt\u00fcrme zu sehen, die entweder mittels einer ausgedehnten Platzrunde etwas links versetzt umflogen werden mussten, oder es war m\u00f6glich einen sehr kurzen Endanflug zu w\u00e4hlen. Wir entschieden uns f\u00fcr den kurzen Weg. Der Funkverkehr in Israel fragt vor der Landung immer nach \u201ethree greens\u201c, welche das Fahrwerk meinen. Dies muss dann best\u00e4tigt werden, auch wenn die Piper mit Festfahrwerk gar keine andere M\u00f6glichkeit haben. Touchdown!<\/p>\n<h2>\u05d0\u05d9\u05df \u05d1\u05e2\u05d9\u05d5\u05ea (DEUTSCH: \u201eKEIN PROBLEM\u201c)<\/h2>\n<p><br \/>Nicht nur Winfried war als Organisator ein Gl\u00fcckfall. Es w\u00e4re die Reise nach Israel nicht m\u00f6glich gewesen, wenn uns nicht hier vor Ort Yigal Merav alle Wege geebnet h\u00e4tte. Unser Ansprechpartner der AOPA Israel hatte seit Januar zusammen mit Winfried an der Flugplanung mitgearbeitet. Alle Fragen konnte Yigal beantworten und es gab keine H\u00fcrden, die nicht zu \u00fcberspringen waren. Sein Motto war \u201ekein Problem\u201c. Dass er das erstmal beweisen musste, wussten er und wir bei der Landung noch nicht. Direkt nach dem Abstellen kamen mehrere israelische Flughafenmitarbeiter der Security auf uns zu. Die Flugzeuge mussten komplett entladen werden und schon am Flugzeug waren die P\u00e4sse zu zeigen. Fast alle hatten einen zweiten Reisepass besorgt, da wir von den Trips nach Afrika Stempel aus arabischen L\u00e4ndern hatten. Stefan hatte einen Stempel aus Tunesien, aber nach ein paar kurzen Fragen war auch dies kein Problem.<\/p>\n<p>Gerd Janke, der zweite Pilot unserer Maschine, hatte den Reisepass unterwegs wohl verloren. Er war nicht mehr zu finden! Er hatte nur eine Kopie und den Personalausweis dabei. Hier nahm die Geschichte der Einreise ihren Lauf. Er durfte mit dieser Art Ausweis nicht einreisen und da unser Flugzeug mit Crew als Einheit gesehen wurde, war eine sofortige Ausreise nach Zypern oder Griechenland im Gespr\u00e4ch. Gerd hing vor der roten Linie im internationalen Bereich des Flughafens fest. Drei Stunden vergingen mit Gespr\u00e4chen, Telefonaten und Diskussionen. Da er die Kopie des Reisepasses dabei hatte, wurde eine Sondervereinbarung getroffen. Gerd bekam ein \u201eone-day-permit\u201c und musste am folgenden Tag in Tel Aviv \u00fcber die deutsche Botschaft einen auf den Aufenthalt befristeten hilfsweisen Reisepass besorgen. Unter dieser Auflage war die Einreise m\u00f6glich. Wir atmeten alle auf. <br \/><br \/>Der Bus wartete mittlerweile einige Stunden, als er uns dann zum Nof Hotel auf den Berg Carmel fuhr. Von dort aus hatte man einen wundersch\u00f6nen Blick \u00fcber Haifa. Der Berg selbst ist ein Wohnbezirk mit vielen Hochh\u00e4usern. Der knappe Platz im Tal war meist der Landwirtschaft vorbehalten und es wurde vorzugsweise am Hang oder auf den Berggipfeln gebaut. Insgesamt bemerkten wir, dass israelische Stadtteil meist \u00fcber den arabischen Stadtteilen angesiedelt waren. Hier in Haifa leben Israelis und Araber in friedlicher Koexistenz, aber im Tal bei den H\u00e4fen und Raffinerien leben eher Araber und der Berg Carmel schien den vor allem eher wohlhabenden Israelis vorbehalten zu sein. Haifa selbst war bis zum britischen Mandat eher bedeutungslos. In der Bibel wurde Haifa beispielweise nicht erw\u00e4hnt. Durch den Bau des Hafens erhielt Haifa das heutige Gesicht. Hier legten viele Schiffe mit Auswanderern an, unter anderem auch die legend\u00e4re Exodus im Jahr 1947, die mit \u00fcber 5.000 Menschen unter menschenunw\u00fcrdigen Bedingungen ein Spielball der damaligen Politik war. Heute leben in Haifa knapp 300.000 Menschen. Vor der K\u00fcste sahen wir viele Frachtschiffe auf Reede.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h2>MASSADA \u2013 FLUG ZUM FU\u00dfPUNKT DER ERDE<\/h2>\n<p><br \/>Yigal hatte das Unm\u00f6gliche erm\u00f6glicht! Schon im Vorfeld hat er uns gefragt, wer mit dem Flugzeug den tiefstgelegensten Flugplatz der Erde anfliegen m\u00f6chte: Massada &#8211; LLMZ! Direkt an den Ufern des toten Meeres auf ca. 1.200 Fu\u00df unter dem Meeresspiegel gelegen. Die zwei Cessnas waren eingeplant, die Piper-Besatzungen blieben am Boden. So erfolgte das Briefing am Samstagmorgen auf dem Flughafen durch Yigal. Zwar wollte Gerd mitfliegen, aber der war mit dem Bus wegen seines Passes Richtung deutscher Botschaft in Tel Aviv unterwegs. Somit war bei uns Platz im Cockpit frei geworden. Werner lie\u00df sich nicht zweimal fragen und er flog zusammen mit Joan in der D-EJNG mit. Die D-ELIC hatte mit dem Umbau der Batterie aus der D-ETIV auch wieder \u201eSaft\u201c und konnte mit Christoph und Stefan wie geplant starten.<\/p>\n<p>Pro Flugzeug sollte ein israelischer Pilot mitfliegen. Die Routen waren ganz klar in Kurs, Meldepunkte und Flugh\u00f6he festgeschrieben. Der Flug selbst war zwar Sichtflug, aber stets kontrolliert (CVFR). Yigal \u00fcberraschte uns mal wieder: wir konnten ohne Sicherheitspilot fliegen! Erst als zweite Reisegruppe durften wir ohne eine solche \u201eAbsicherung\u201c auf eigene Faust das Land erkunden. Werner gab die ca. 30 Wegpunkte in sein GPS ein. Er flog den ersten Teil bis zu Landung in Massada. Der Weg f\u00fchrte vorbei \u00fcber den See Genezareth mit Heading auf die Golan H\u00f6hen. \u00dcber dem See, auf dem sehr viel Wassersport beobachtet werden konnte, ging des westlich des Jordans zwischen Jerusalem und Jericho nach S\u00fcden. Rechts von uns lag die Westbank, links von uns die jordanische Grenze. Der vorgeschriebene Korridor zum Fliegen hatte eine Toleranzbreite von 1 Nautische Meile. St\u00e4ndig wurden uns H\u00f6hen\u00e4nderungen und neue Meldepunkte \u00fcber Funk durchgegeben.<\/p>\n<p>Alles sehr professionell und ohne Probleme in der Handhabung, ganz anderes als wir uns das vorgestellt hatten! Vorbei an Jericho konnten wir die schroffen W\u00e4nde des Felsens erkennen, auf welchem die Festung von Massada gebaut wurde. Direkt am Fu\u00dfe dieses Felsens liegt der am tiefsten gelegene Flugplatz der Welt, den wir jetzt tats\u00e4chlich anflogen. Das Wasser des Jordans und ein parallel gebauter, k\u00fcnstlicher Kanal boten ein farbenpr\u00e4chtiges Pendant zum endlosen Braun der W\u00fcste. Unterhalb der Festung flogen wir die Piste 01 des W\u00fcstenflugplatzes an. Der H\u00f6henmesser unterschritt immer weiter die Null-Fu\u00df Grenze. Der Transponder zeigte kurz vor der Landung eine Flugfl\u00e4che \u00fcber 300 an!<\/p>\n<p><br \/>Mit 1.200 Meter L\u00e4nge ist die Asphaltbahn sehr gut sichtbar problemlos anzufliegen. Beim Ausrollen zeigte der H\u00f6henmesser 8.760 Fu\u00df an, 1244 Fu\u00df unter Null. An allen Orten der Welt w\u00e4re das \u201eCFIT\u201c (Controlled Flight into Terrain) &#8211; Gespenstisch!<\/p>\n<p><br \/>Bereits wenige Meilen n\u00f6rdlich des Platzes wurden wir zu Massada \u00fcbergeben, wo der Funkverkehr mit einem Handfunkger\u00e4t durchgef\u00fchrt wurde. Die Betreiber sa\u00dfen unter einem Zelt und a\u00dfen. Wir wurden sehr freundlich empfangen und es wurden uns gleich k\u00fchlende Getr\u00e4nke und Kaffee bzw. Tee angeboten. Joan, der mit in der D-EJNG mitflog, hatte sogar gleich einen Teller bekommen, als er sich f\u00fcr die lecker aussehenden Speisen interessierte. Statt Antworten zu geben, welche Gerichte auf den verschiedenen Tellern waren, sollte er direkt probieren. Es waren nur wenige Flugzeuge da. Eine Zwei-Mot stand mit ausgebautem Propeller auf dem kleinen Vorfeld. Sonst nur unsere zwei Cessnas und eine lokale Maschine, mit welcher einige einsame Platzrunden unterhalb des H\u00f6henzuges der Berge geflogen wurden. Wir warten auf den Bus, der uns \u00fcber die Stra\u00dfenroute hier abholen sollte. Joan war so verzaubert von dieser Welt, das er wohl am liebsten hier geblieben w\u00e4re. Der Bus sollte uns eine halbe Stunde sp\u00e4ter aber dann doch abholen.<\/p>\n<h2>\u2003<br \/>DIE FESTUNG VON MASSADA UND DAS TOTE MEER<\/h2>\n<p><br \/>Wir hatten die Festung von Massada im Gegenanflug schon \u00fcber uns gesehen. Jetzt fuhr der Bus die Stra\u00dfe hinauf zur Seilbahn, die zur Festung f\u00fchrt. Werner erz\u00e4hlte, dass er vor Jahren den Weg bis zur Festung per Fu\u00df hinaufgestiegen war. Ich konnte mir das in der Gluthitze aber heute nicht vorstellen! Wir fuhren nur ca. 5 Minuten zur Gipfelstation. Die Festung wurde von K\u00f6nig Herodes I. etwa 40 \u2013 30 vor Christus gebaut. Damals galt sie als uneinnehmbar. Erst die R\u00f6mer hatten im Jahr 73 nach Christus nach langer Belagerung durch \u00fcber 15.000 Legion\u00e4re mittels einer Rampe die Festung einnehmen k\u00f6nnen. Die knapp 1.000 Sikarier beschlossen lieber durch eigene H\u00e4nde zu sterben, als den R\u00f6mern lebend in die H\u00e4nde zu fallen. Sie verbrannten und vernichteten die Festung, lie\u00dfen jedoch gen\u00fcgend Lebensmittel zur\u00fcck. Dies sollte ein Zeichen f\u00fcr deren Freitod sein. Bis heute gilt diese Tat als Symbol des j\u00fcdischen Freiheitswillens. Heute ist die Festung ein Teil eine Nationalparks und absolut sehenswert. Vom Ostteil kann man hinab auf das Flugfeld sehen, wo unsere beiden Cessnas schemenhaft zu erkennen waren.<\/p>\n<p><br \/>Nach der Besichtigung der Festung ging es mit dem Bus weiter Richtung S\u00fcden zu einem Hotel, welches am Strand des toten Meeres liegt. Dort war ein Bad in der salzhaltigen und abflusslosen See geplant. Nur wenige Schritte ins \u00fcber 40 Grad warme Wasser gen\u00fcgten um die Sinne zu verwirren. Ich schritt immer tiefer in das Wasser, welches sich wie hei\u00dfes \u00d6l anf\u00fchlte. Irgendwann konnte ich nicht mehr laufen, denn meine Beine wurden nach oben gezogen! Jetzt galt es in Sekundenbruchteilen zu entscheiden, ob die Beine nach vorne oder nach hinten in die H\u00f6he schie\u00dfen sollen. Da das Wasser mit ca. 33% Salzgehalt in den Augen brennt, so war die Warnung, hatte ich mich schnell f\u00fcr eine R\u00fcckenlage entschlossen. Zack! Ich lag wie auf einem Sofa im Wasser. Ich musste laut lachen! Wenn man hier eine Schwimmschule er\u00f6ffnen w\u00fcrde \u2026. !<\/p>\n<p>Nachdem wir geduscht hatten, ging es nach kurzer Ruhepause bei tropischen Temperaturen zur\u00fcck zum Flugplatz. Gerd hatte ja jetzt offizielle Papiere und flog als vierter Mann mit. Elvira stieg jetzt auch zu und die D-ELIC war nun mit drei Personen besetzt. Ich startete den Motor der D-EJNG, der ohne Klagen bisher gute Dienste geleistet hatte. Nur der \u00d6lverbrauch machte uns Sorgen. Wir mussten bei jedem Stopp \u00d6l pr\u00fcfen und meist auff\u00fcllen. Langsam hob unsere Cessna gegen 17 Uhr lokaler Zeit ab und wir flogen in eine Linksplatzrunde, direkt an der Hangkante von Massada entlang. Joan sa\u00df rechts hinten und schoss beeindruckende Bilder.<\/p>\n<p>Ca. 5 Meilen nach S\u00fcden ging es via Arad Richtung K\u00fcste. Wir m\u00fcssten von &#8211; 1.200 Fu\u00df in kurzer Zeit auf 3.500 Fu\u00df steigen, um aus dem Tal heraus zu kommen. Die vor uns gestartete D-ELIC hatten wir \u00fcberstiegen und \u00fcberholt. Vor uns der Gaza-Streifen! Die K\u00fcste zeichnete sich am Horizont ab. Aber Richtung tief stehender Sonne waren nur Schemen der Stadt S`derot zu erkennen. Rechts vor uns lag Ashkelon als Meldepunkt. Wir mussten bis zur K\u00fcste auf 1200 Fu\u00df sinken, um im Tiefflug den Strand bis Haifa zu erkunden. Unter uns erschienen die Str\u00e4nde von Ashdod und Tel Aviv, die am heutigen Wochenende, dem Sabbath, voll Menschen gef\u00fcllt waren. Hinter den Hochh\u00e4usern der Metropole sah man den Hauptflughafen Ben Gurion. Nach etwas mehr als einer Stunde erreichten wir wieder Haifa und landeten. Mit Taxen ging es zur\u00fcck zum Hotel. Der Bus sollte erst fast zwei Stunden sp\u00e4ter eintreffen. Dieser Flug war das absolute Highlight des gesamten Trips. VFR \u00fcber Israel. Unvorstellbar! Aber wie sagt Yigal immer: \u201ekein Problem\u201c.<\/p>\n<h2>\u2003<br \/>ICH STAND IN DEN BILDERN DER GESCHICHTEN MEINER KINDHEIT<\/h2>\n<p><br \/>Die n\u00e4chsten drei Tage waren alle mit dem Bus unterwegs. Yigal hatte uns im Vorfeld eine Reiseagentur vermittelt. Izik (entspricht im Deutschen dem Namen Isaac) hatte uns bereits bei der Ankunft begr\u00fc\u00dft sorgte in den kommenden Tagen f\u00fcr ein abwechslungsreiches Programm. Als Reiseleiter wurde uns Tobias vorgestellt, der mit sehr gutem Deutsch uns alles Wissenswerte vermittelte. Hatten wir noch am Vortag den See Genezareth \u00fcberflogen, standen wir jetzt am Fu\u00dfe des Wassers, welches vom Jordan gespeist wird. Der See liegt \u00fcber 200 Meter unter Null und ist eines der wichtigsten Trinkwasserreservoirs des Landes. Im Westen des Sees besuchten wir den Berg der Seligpreisungen und die erste Kirche der Christenheit des Petrus. Als Heranwachsender lernte ich die Geschichten des neuen Testaments in Schule und Kirche. Ich malte mir damals Bilder aus, die auf den Erz\u00e4hlungen von meinem Vater, Lehrern oder Geistlichen basierten. Vieles war f\u00fcr mich schon immer mystisch und kaum vorstellbar. Es war f\u00fcr mich eine Zeit mit Wundern und einer besonderen Weisheit in allem was passierte. Nichts geschah ohne Grund. Die surrealen Bilder meiner Kindheit trafen ohne Vorwarnung auf die steingewordene Realit\u00e4t auf der ich nun mit eigenen F\u00fc\u00dfen stand. Auf einmal war alles so greifbar und sogar f\u00fcr alle lesbar beschriftet. Man konnte den Weg Christi genau nachverfolgen, wurde auf dessen Pfaden gef\u00fchrt und konnte sogar im Restaurant den Petrusfisch als Delikatesse essen. Das Lokal war gef\u00fcllt mit asiatischen Reisegruppen. \u00dcberall wo Christus wirkte, winkt heute das Gesch\u00e4ft mit dem Fremdenverkehr, so meine Gedanken. Auch die Abgrenzung der Religionen untereinander war f\u00fcr mich in diesem Land greifbarer, als ich es je zuvor erlebte. Im j\u00fcdischen Glauben spielt diese Gegend um den See eher eine untergeordnete Rolle. Das wusste ich auch noch nicht.<\/p>\n<p><br \/>Am s\u00fcdlichen Ende des Sees flie\u00dft der Jordan bis zum toten Meer, in dem das Wasser schlie\u00dflich verdunstet. Direkt hinter dem Abfluss aus dem S\u00fc\u00dfwassersee wirkte in der Zeit 29 nach Christus Johannes der T\u00e4ufer. Der heutige Ort gleicht eher einer \u201eMassenfabrik zum Taufen\u201c. Wir beobachteten einige Reisegruppen bei der Taufe, bevor es f\u00fcr diesen Tag nach Hause ging. Wir freuten uns schon auf morgen: Jerusalem! Tobias hatte auf unseren Wunsch hin einen Ausflug nach Bethlehem organisiert. Diese Stadt der Geburt Jesu ist Teil der Westbank und f\u00fcr Israelis verboten. So wurde eine dortige Agentur beauftragt, die uns hinter der Grenze weiter betreuen sollte.<\/p>\n<p>Bevor wir mit dem Bus zur Stadtgrenze gelangten, stiegen wir auf dem \u00d6lberg aus, der gegen\u00fcber des Tempelbergs liegt. Hier liegt ein riesiger j\u00fcdischer Friedhof, dessen oberes Ende von einer Aussichtsplattform gepr\u00e4gt wird. Alle Grabmale leuchten in der glei\u00dfenden Sonne als helle Quader, streng nach Jerusalem ausgerichtet. Am Fu\u00dfe des \u00d6lbergs liegt der Garten Ghedzemani, in dem laut der \u00dcberlieferung Jesus in der Nacht vor der Kreuzigung betete, bevor er von Judas Ischariot verraten wurde. Den Kreuzweg, der unter anderem \u00fcber die Via Dolorosa f\u00fchrte, erkundeten wir kurze Zeit sp\u00e4ter zu Fu\u00df bis hin zur Grabeskirche. Die Souks erinnerten an Stra\u00dfenz\u00fcge, die wir bei unseren Ausfl\u00fcgen im arabischen Raum kannten. Noch heute wird t\u00e4glich um 15 Uhr in einer Prozession der Franziskaner dem Leidensweg Christi gedacht.<\/p>\n<p>Im S\u00fcden von Jerusalem liegt Bethlehem. Hier mussten wir ohne Reiseleiter auf die andere Seite eines unvorstellbaren Bauwerks kommen: der Mauer um die Westbank, welche Israel ab 2003 \u00fcber fast 700 Kilometer L\u00e4nge errichtete und heute noch im Bau begriffen ist. Zwar ist als Legitimation statistisch gesehen die Zahl der Anschl\u00e4ge in diesem Gebiet seit dieser Zeit dramatisch zur\u00fcckgegangen, aber als Deutsche k\u00f6nnen wir nicht glauben, dass dies alles Wirklichkeit ist. Das Volk ist wie in einem riesigen Gef\u00e4ngnis eingeschlossen!<\/p>\n<p>Die Grenzanlage war um die Mittagszeit kaum besucht. Wir kamen relativ schnell auf die andere Seite, wo wir direkt freundlich in deutscher Sprache empfangen wurden. Mit zwei Kleinbussen ging es zu einem Restaurant nach Bethlehem zur St\u00e4rkung. Das Essen war ausgezeichnet und bot f\u00fcr meinen Geschmack eine gute Abwechslung zu den Vortagen. Unser neuer Reiseleiter hatte einige Zeit in M\u00fcnchen gelebt und sprach ein wirklich ausgezeichnetes Deutsch. Ihm war stets anzumerken, dass er kein \u00d6l ins Feuer gie\u00dfen m\u00f6chte. Nat\u00fcrlich sind Israelis und Palestin\u00e4nser keine Freunde, aber man achtet auf ein ad\u00e4quates Umgehen miteinander. Es sind wirklich dramatische Unterschiede beider Bereiche der Mauer bemerkbar. Wirkten die Israelis sehr strukturiert, hatten eine Schulpflicht f\u00fcr alle, sind vielen Bereichen in Technik und Forschung Weltspitze, so gab es hier noch nicht mal eine Schulpflicht. Auch eine deutliche Strukturierung der Tage war eher weniger wichtig, als das doch sehr strenge und konsequente Wirken auf der anderen Seite.<\/p>\n<p>Schon bei Tobias, unserem israelischen Guide war Uhrzeit und Planung das A und O. Wenn wir um 9 Uhr begannen und wir um 19 Uhr im Hotel zur\u00fcckerwartet wurden, dann war das genau so. Hier war alles etwas ruhiger, Zeit war vorhanden. Das erlebten wir vor allem bei dem abschlie\u00dfenden Besuch im obligatorischen Verkaufsraum kurz vor der Grenze.<\/p>\n<p><br \/>Der letzte Tag war nicht mehr so voll gepackt. Die Batterie aus Deutschland war inzwischen angekommen, hing aber im Zoll fest. Auch war diese trocken vorgeladen und wir mussten S\u00e4ure besorgen. Somit fuhr ein Team nachmittags zum Flugplatz, um den Flieger wieder fit zu bekommen. Leider erfolglos, denn der Zoll gab die Ware nicht frei. Vormittags hatten wir noch ein gemeinsames Abschiedsessen mit Tobias und Izik an der libanesischen Grenze mit Besuch der Stadt Akko. Die historische Stadt liegt am Nordrand der Bucht von Haifa und grenzt an den Libanon. Zur Zeit der Seidenstra\u00dfe hatte die Stadt eine Bl\u00fcte erlebt. Damals war sie einer der wichtigsten Handelsknotenpunkte zwischen Europa, Asien und Afrika. Nach dem Bau des Suezkanals verlor sie jedoch rasch an Bedeutung. Heute leben knapp 50.000 Einwohner, haupts\u00e4chlich israelische Araber in der Stadt. Der Hafen der Stadt hatte seinerzeit eine so gro\u00dfe Bedeutung, weil aufgrund seiner Lage bei fast jedem Wetter die Waren gel\u00f6scht werden konnten. Die Kreuzritter eroberten im Jahre 1104 nach zwanzigt\u00e4giger Belagerung die Stadt. Die Festungsanlage mit den vielen unterirdischen G\u00e4ngen und riesigen Gew\u00f6lbekeller beeindruckte uns noch heute. Wie Christoph mit \u00fcber 2 Meter L\u00e4nge da durch passte, ist mir heute noch ein R\u00e4tsel.<\/p>\n<p><br \/>Zum Essen hatten wir Trinkgelder f\u00fcr die gute Betreuung vorbereitet, wussten aber nicht, dass wir einen furchtbaren Fauxpas begangen! Mit ca. 60 EUR Trinkgeld hatten wir unseren Reiseleiter besch\u00e4mt. Es sei die Regel, so lernten wir von ihm, dass pro Tag und Person ca. 3 \u2013 5 EUR angemessen w\u00e4ren. Bei 15 Personen und 4 Tagen sind somit ca. 200 EUR erwartet worden.\u2003<\/p>\n<h2><br \/>DER WEG ZUR\u00dcCK<\/h2>\n<p><br \/>Nach vier Tagen Israel und einer Menge an neuen Eindr\u00fccken sollten am Mittwoch, dem 8. September 2010, die Motoren wieder starten. Das Hotel verschlang 425 EUR im Doppelzimmer f\u00fcr die f\u00fcnf N\u00e4chte mit Fr\u00fchst\u00fcck. \u00dcberragend waren die Zimmer nicht, eher untere Mittelklasse im europ\u00e4ischen Vergleich Alles war typisch amerikanisch. Das touristische Programm wurde pro Person mit 390 EUR in Barzahlung abgerechnet. Darin waren alle Eintritte und Essen mit enthalten. Besonders der letzte Abend in einem arabischen Restaurant hatte uns sehr gefallen. Mit dabei waren Yigal mit seiner Frau und auch Izik. Es sollte uns an nichts fehlen! Yigal und Izik gilt wirklich ein ganz besonderer Dank f\u00fcr die herzliche Gastfreundschaft und die hervorragende Planung.<\/p>\n<p>Das neue Tagesziel war Istanbul. Da die drei Piper die Reichweite f\u00fcr den direkten Kurs nicht hatten, Zypern einfach zu teuer war, hatte Winfried \u00fcber die Handling Agentur G\u00f6zen Air den Flugplatz Adana (LTAF) als Zwischenstopp geplant. Die T\u00fcrkei ist im Gegensatz zu Israel dramatisch teurer. Hatte uns Yigal das ben\u00f6tigte AVGAS f\u00fcr 1,20 EUR je Liter bereitgestellt, so mussten wir in der T\u00fcrkei zwischen 2,90 und 3,15 je Liter zahlen. Immer Cash auf die Hand! Das Handling war mit knapp 300 EUR pro Flugzeug mehr als \u00fcberteuert, aber gesetzlich so vorgeschrieben.<\/p>\n<p>Da wir jedoch als Ziel Rum\u00e4nien hatten, bot sich der \u00dcberflug der T\u00fcrkei an. Die beiden Cessnas konnten einen fast direkten Kurs \u00fcber Antalya nach Nordwesten nehmen. Wir flogen den etwas kleinere Flugplatz Sabiha G\u00f6kcen (LTFJ) an, der noch auf der asiatischen Seite des Bosporus liegt. Wir entschieden uns f\u00fcr Flugfl\u00e4che 85 und waren beeindruckt von den m\u00e4chtigen Gebirgen der T\u00fcrkei. Der Funk war problemlos, mussten jedoch nach Nicosia direkt mit Antalya Approach Kontakt aufnehmen, da ein reger Jetverkehr unter uns koordiniert werden musste. So wurden wir westlich des Platzes durch die TMA nach Norden geleitet. Nach \u00fcber 3 Stunden Flug landeten wir fast zeitgleich mit der vor uns gestarteten D-ELIC auf dem riesigen Gel\u00e4nde. Auf der Nordseite bot man uns eine Abstellfl\u00e4che f\u00fcr die Nacht an. Auch hier gibt es offiziell kein AVGAS. Jedoch hatte G\u00f6zen Air mit dem lokalen Aero-Club eine Vereinbarung getroffen, dass die Clubmitglieder uns auftankten. Das war eine sehr nette Geste!<\/p>\n<p>Wegen des enormen Preises von 3,15 EUR pro Liter, beschr\u00e4nkten wir uns auf das Auff\u00fcllen von 150 Liter. F\u00fcr das n\u00e4chste Leg nach Hermannstadt (Sibiu) sollte das mit dem verbleibenden Rest gut ausreichen. Da wir um 16 Uhr noch sehr gut in der Zeit lagen, bestellten wir uns sofort zwei Taxen in die Stadt. F\u00fcr ca. 50 EUR \u201eFestpreis\u201c fuhren wir \u00fcber die blaue Br\u00fccke des Bosporus nach Europa. Von weitem war die Moschee Hagia Sofia mit den vielen Minaretten zu sehen. Heute war der Tag vor dem Zuckerfest und \u00fcberall war Trubel in den Stra\u00dfen und auf den Pl\u00e4tzen. Viele Fernsehsender waren in der Stadt und bereiteten \u00dcbertragungen vor. Zelte waren f\u00fcr Konzerte aufgestellt und es herrschte ein buntes Treiben von H\u00e4ndlern die ihre Waren feilboten. Wir entschlossen uns in eines der Lokale in der N\u00e4he des Topkapi-Palast einzukehren, der leider gerade geschlossen wurde. Auf Kissen und Teppichen sa\u00dfen wir bequem auf dem Boden bei t\u00fcrkischen Spezialit\u00e4ten.<\/p>\n<p>Es war der vorletzte Tag des Fastenmonats Ramadan und entsprechend viel Platz hatten wir. Nach Sonnenuntergang fuhren wir per Taxi zur\u00fcck ins ca. 60 km entfernt gelegene Luxushotel, welches direkt am Flughafen G\u00f6kcen lag. Tipp: Kein Festpreis f\u00fcrs Taxi, denn der Z\u00e4hler zeigte weniger als 50 EUR, die wir f\u00fcr den Hinweg bezahlten.<\/p>\n<p><br \/>Leider mussten Christoph und Elvira durch Ereignisse in der Familie die Reise hier abbrechen. Beide reisten am n\u00e4chsten Tag per Linie nach Deutschland, wo sie schon erwartet wurden. Stefan war nun alleine in der D-ELIC. Sein Plan war, dass er am kommenden Tag nach Pula und dann schon einen Tag fr\u00fcher in Paderborn sein wollte.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h2>DER R\u00dcCKWEG WIRD VERSPERRT<\/h2>\n<p><br \/>Der Morgen begann mit einem reichhaltigen Fr\u00fchst\u00fcck im Airport Hotel am Flughafen. Heute sollte es nach Rum\u00e4nien gehen. In Sibiu (Hermannstadt) war ein Hotel gebucht und f\u00fcr den kommenden Morgen eine Stadtf\u00fchrung geplant. Leider schickte uns ein ausgepr\u00e4gtes Tiefdrucksystem tiefliegende Wolken von Westen in die Karpaten. S\u00fcdlich des Gebirges war alles in Ordnung, aber wir mussten wohl durch ein schmales Tal. Sibiu zog sich langsam mit Wolken zu und die Untergrenzen sanken. Damit war das Risiko zu hoch! Als neues Ziel hatten wir uns Brac vorgenommen, eine Insel vor Split in Kroatien. Die Westk\u00fcste von Griechenland sah noch gut fliegbar aus, aber von Italien kam auch eine Wolkenfront herangezogen. Bis Kroatien kamen wir nicht ohne nachzutanken.<\/p>\n<p>Da es in Griechenland kaum Flugpl\u00e4tze mit AVGAS gibt, war die Auswahl sehr eingeschr\u00e4nkt. Auf dem Weg kam Thessaloniki in Frage. Also los! Nach dem Abflug ging es s\u00fcdlich des Flughafens Atat\u00fcrk vorbei. Unter uns landeten Passagierjets bei bestem Wetter. Entlang der K\u00fcste konnten wir die Berge im S\u00fcden gut erkennen. Dann erreichte uns eine Nachricht, mit der wir nicht gerechnet hatten. Kaum \u00fcber Griechenland, meldete uns Alexandropolous, dass wir in Thessaloniki nicht landen durften, weil VIP-Verkehr erwartet wurde und das Vorfeld nicht verf\u00fcgbar war. Somit landeten wir au\u00dferplanm\u00e4\u00dfig auf Kavala (LGKV).<\/p>\n<p>Bei der Landung mussten wir auf eine Fangseil-Vorrichtung aufpassen, die f\u00fcr das Abbremsen von Jets quer \u00fcber die Bahn gespannt war. Der Flughafen war gro\u00df, ruhig und wirkt mit dem Wrack einer alten Tristar schon fast verlassen. Nur ab und zu war Passagierverkehr merkbar, der Touristen an- und abflog. Eine Maschine kam gerade aus D\u00fcsseldorf.<\/p>\n<p><br \/>Stefan musste mit der D-ELIC einen neuen Flugplan aufgeben, da er ja direkt weiter wollte. Seine bisherige Crew war gegen 11 Uhr mit der Linie von Istanbul nach Frankfurt gestartet. Da die Turbo-Cessna mit Longrange-Tanks ausgestattet ist, braucht er in Kavala nicht zu tanken. Also trennten sich nun unsere Wege. Wir sahen Stefan kurz nach der Annahme des neuen Zieles starten.<br \/>Jetzt war die entscheidende Frage wo wir tanken k\u00f6nnen. Kaum gelandet waren schon eine drahtige Dame besten Alters zu Stelle. Cathy war die Flughafenmanagerin, die sich um unser Handling k\u00fcmmerte. Alle standen vor ihr stramm. Sie wusste genau was sie tat! Auch der Charme unseres \u201eMister Dietmar\u201c konnte ihr nichts anhaben. Wir flachsten, sie schnitt ihr Brot mit der Handkante!<\/p>\n<p>Am Flugplatz war eine Niederlassung von Thielert. Diese Flugmotoren ben\u00f6tigen ja Diesel bzw. JET-A1 und kein AVGAS, aber in deren Hangar war eine Tankstelle mit Super-Plus 98 vorhanden. Mit Cathys Hilfe und sehr hilfsbereiten Mitarbeitern der Motorenfirma konnten wir unsere Maschinen tanken. Welch ein Gl\u00fcck! Dietmar riss die D-ETIV wieder mit der Hand an. Er hatte ja keine funktionierende Batterie. Leider klappt das nur bei relativ kaltem Motor. Bei den vergeblichen Versuchen ist ein Sicherheitsbeamter fast kollabiert. Wenn Dietmar mal anreisst, dann soll der Motor auch laufen! Auch dass sp\u00e4ter Werner \u00fcbernahm, half nichts. Wieder war eine Hilfsstromquelle n\u00f6tig. Aber auch das war in Kavala problemlos zu erhalten. Die D-ETIV sprang damit direkt an.<\/p>\n<p><br \/>Cathy besorgte fix drei Taxen und Hotelzimmer f\u00fcr alle im nahegelegenen Hafen von Keramoti. F\u00fcr 50 EUR war ein Doppelzimmer, f\u00fcr 40 EUR ein Einzelzimmer zu haben. Beide mit Fr\u00fchst\u00fcck. Es war kein Luxushotel, aber f\u00fcr eine Nacht mehr als ausreichend.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h2>ANFLUG AUF BRAC BEI REGEN<\/h2>\n<p><br \/>Der Satellitenfilm zeigte \u00fcber dem Stiefel von Italien ein ausgepr\u00e4gtes Tiefdrucksystem, das schon weit in den Norden bis nach Istrien reichte. Wir waren noch relativ s\u00fcdlich und die Wolkenlayer sollten uns einen Westkurs mit guten Sichten bis zur K\u00fcste Albaniens erm\u00f6glichen. Als Wolkenuntergrenze waren H\u00f6hen von 8.000 \u2013 10.000 Fu\u00df vorhergesagt, teilweise auch aufliegende Bew\u00f6lkung.. Die METARs (das sind Wetterbeobachtungen von Flugpl\u00e4tzen f\u00fcr Piloten) und TAFs (das sind lokale Vorhersagen) ergaben ein recht deutliches Bild: mit Kurs ca. 300 Grad \u00fcber Mazedonien bis nach Tirana, Albanien, klappt! Dabei waren aber hohe Berge zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p>Gleich nach dem Start stiegen wir auf Flugfl\u00e4che 85. Diese H\u00f6he war frei von Wolken und bis zur K\u00fcste der Adria hatten wir VMC (Sichtflugbedingungen). \u00dcber der K\u00fcste fielen nach Norden die Wolken immer weiter ab, so dass wir querab Tirana einen Sinkflug auf 3500 Fu\u00df Richtung PETAK-Point \u00fcber dem Meer anfragen, der uns genehmigt wurde. Weiter nach Norden wurden die Sichten schlechter und die Untergrenzen sanken, aber nicht dramatisch. Kurz vor dem Ziel staute sich auf der S\u00fcdseite der Insel Hvar eine Wolkengruppe bis fast auf den Boden, die aber sehr einfach umfliegbar war. \u00dcber Funk standen wir stets im Kontakt zu den Maschinen hinter uns, die nat\u00fcrlich sehr neugierig auf unsere Berichte waren.<\/p>\n<p>Die Piste von Brac ist 1.440 Meter lang und liegt auf knapp ca. 1.800 Fu\u00df H\u00f6he. Wenn man die ganze Zeit immer als Referenz den Meeresspiegel hatte, muss man in der Platzrunde drauf achten, vor der Landung nochmals auf ca. 2.500 Fu\u00df zu steigen, damit man einen relativ normalen Endanflug hat. Gerd setzte die Cessna auf und rollte ab. Geschafft! Die verbleibenden drei Piper kamen eine halbe Stunde nach uns und tankten ebenfalls. Mit ca. 1,90 EUR ist AVGAS etwas preiswerter als in Deutschland.<\/p>\n<p>Das Flughafentaxi fuhr uns zu einem Reiseveranstalter nach Bol. Dieser Ort liegt direkt am Fu\u00dfe die Flughafens, nur \u00fcber 400 Meter tiefer. Bekannt ist Bol f\u00fcr das \u201eGoldene Horn\u201c, einen sch\u00f6nen Sandstrand, der spitz ins Meer ragt. Die Hauptsaison ist hier schon vorbei, kein Wunder bei dem Regenwetter. Es geht ein rauer Wind und f\u00fcr den Abend ist Bora gemeldet. Keine Zeit zum Baden oder Sonnen. Der Vorteil sollte sein, dass am n\u00e4chsten Morgen alle Wolken \u201eweggeblasen\u201c waren. Die Flieger hatten wir mit Seilen gut festgezurrt.<\/p>\n<p>Es stellte sich heraus, dass wir direkt \u00fcber der Agentur des Reiseveranstalters sehr einfache, aber auch sehr preiswerte Zimmer bekommen k\u00f6nnen. 20 EUR pro Person. Fr\u00fchst\u00fccken k\u00f6nnten wir auf der Terrasse des Restaurants, welches im gleichen Geb\u00e4ude lag. Sofort griffen wir zu!<\/p>\n<p>Im Hafen verbrachten wir unseren letzten gemeinsamen Abend. Einige von uns mieteten f\u00fcr zwei Stunden ein Motorboot (35 EUR) , die anderen gingen spazieren und a\u00dfen Eis. Welch ein toller und gem\u00fctlicher Ausklang!<\/p>\n<h2><br \/>\u00dcBER VENDIG ZUR\u00dcCK NACH PADERBORN<\/h2>\n<p><br \/>Der Brieftaubentrieb kam wie immer am letzten Tag. Jetzt nach Hause! Das Wetter war gut und die Alpen \u00fcberfliegbar. Wir entschieden uns mit der Cessna zum Direktflug via Innsbruck nach Paderborn und landeten nach genau 5 Stunden um 15 Uhr nachmittags. Mit dem \u00dcberflug von Venedig hatten wir eine Abk\u00fcrzung direkt \u00fcber die Lagunenstadt erhalten. Die Stadt lag glasklar im Sonnenlicht auf der richtigen Seite f\u00fcr tolle Bilder. Die Piper-Crews flogen die \u201eClub-Standardroute\u201c \u00fcber Sch\u00e4rding in \u00d6sterreich. Alle waren am Samstagabend um 19 Uhr im H\u00e4uschen. Damit haben wir die Zeiten exakt eingehalten. Den Sonntag als Puffer brauchten wir somit nicht mehr. Das war auch gut, denn ab Samstagnacht wurde das Wetter in Deutschland (mal wieder) schlechter.<\/p>\n<p>Gruppenreisen sind nicht jedermanns Sache. Auch kennen sich viele Personen vor dem Ausflug nicht oder nur wenig. Piloten werden zu Teams, Passagiere m\u00fcssen sich auf die Teams verlassen. Das klingt einfach, aber es kommt sicherlich bei vielen Ausfl\u00fcgen genau hier zu Stressmomenten. Die Crews und die gesamte Truppe dieser Reise war mehr als diszipliniert und jederzeit kooperativ. Trotz vieler Tage, die zum Teil um 6 Uhr morgens begannen und sp\u00e4t abends endeten, war eine Erholung zu sp\u00fcren. Ein dickes Lob gilt auch Winfried, der die Vorbereitungen und das Briefing der Crews wirklich gut im Griff hatte. Danke auch an Roland, der bei der Sache mit Gerds Reisepass \u201eGott und die Welt\u201c in Gang setzte. Im schlimmsten Falle h\u00e4tte das unsere Maschine getroffen. Auch Dietmar als unser Antreiber darf nicht vergessen werden. Er hatte mit seinem \u201ePIC\u201c Joan aber einen tollen jungen Piloten, dem die Reise mit uns \u201ealten S\u00e4cken\u201c sichtbar gefiel!<\/p>\n<p>Last but not least ist es uns eine Ehre bei Yigal f\u00fcr die Einladung zu bedanken. Die Kontaktdaten von ihm werden von uns ver\u00f6ffentlicht. Wir sind sicher, dass er sich \u00fcber alle Piloten, die nach Israel reisen m\u00f6chten freuen w\u00fcrde.<\/p>\n<h2>\u00a0<\/h2>\n<h2>DANACH &#8230;..<\/h2>\n<p><br \/>Am n\u00e4chsten Tag war ich bei Dietmar im B\u00fcro des Luftsportvereins. Die Z\u00e4hlerst\u00e4nde der einzelnen Maschinen ergaben ein ganz unterschiedliches Bild. So waren die Piper langsamer und mussten auch mehrfach zum Tanken von der \u201eIdeal-Linie\u201c abweichen. So standen ca. 36 \u2013 38 Stunden Flug auf der Rechnung. Unsere Cessna war der Hit. Wir hatten ja auch \u00fcberall abgek\u00fcrzt wo es ging (nat\u00fcrlich mit Abstimmung!) und hatten nur knapp 27 Stunden auf der Uhr. Aber man darf nicht vergessen, dass wir auch schneller waren als die Pipers.<\/p>\n<p>Dietmar und ich sa\u00dfen danach noch im Clubheim zusammen. Beide dachten wir an die sch\u00f6nen Tage und diese einzigartige Reise. Unser Bild von Israel hatte sich ver\u00e4ndert&#8230;..<\/p>    <\/div>\n<\/div>\n<!-- \/module text -->        <\/div>\n                    <div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col4-1 tb_9ipn650\">\n                            <\/div>\n                    <div  data-lazy=\"1\" class=\"module_column tb-column col4-1 tb_cks5650 last\">\n                    <!-- module image -->\n<div  class=\"module module-image tb_8v4b651 image-overlay   tf_mw\" data-lazy=\"1\">\n        <div class=\"image-wrap tf_rel tf_mw\">\n            <a href=\"https:\/\/www.lsvr.de\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/VFR-Israel-2010-mit-der-Cessna-\u00fcbers-gelobte-Land-finale-Version.pdf\" class=\"lightbox-builder themify_lightbox\">\n                                   <span class=\"zoom\">\n                <svg  aria-label=\"Open\" class=\"tf_fa tf-ti-search\" role=\"img\"><use href=\"#tf-ti-search\"><\/use><\/svg>            <\/span>\n                    <img loading=\"lazy\" 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Aber auch hier haben die Rietberger Crews mal wieder ein Sahneh\u00e4ubchen auf die legend\u00e4ren Ausfl\u00fcge gesetzt.\u00a0<\/p> <p>Nicht nur der Weg in den nahen Osten war bereits ein Abenteuer. Wir waren erst die vierte Pilotengruppe, die ohne einen israelischen Sicherheitspiloten als Co von Haifa \u00fcber Genezareth, vorbei an Jericho und Jerusalem zum Toten Meer flogen durften. Ein unvergessliches Erlebnis mit vielen Eindr\u00fccken bei unseren Rundreisen.<\/p>\n<img src=\"https:\/\/www.lsvr.de\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/DirkLinn.png\" title=\"Dirk Linn, Autor und Mitglied im LSV Rietberg eV\" alt=\"Dirk Linn, Autor und Mitglied im LSV Rietberg eV\"> <h3> Dirk Linn, Autor und Mitglied im LSV Rietberg eV <\/h3>\n<a href=\"https:\/\/www.lsvr.de\/de\/reisen-und-flug-abenteuer\/\" > Zur\u00fcck zur \u00dcbersicht <\/a>\n<a href=\"https:\/\/www.lsvr.de\/de\/\" > Startseite <\/a>\n<h2>PRE-FLIGHT ....<\/h2> <p><br \/>Die Clubreisen des Rietberger Motorflugvereins sind schon fast Legende. Hatten mich meine ersten Ausfl\u00fcge als neues LSVR-Clubmitglied noch innerhalb Europa verschlagen, so folgten mit dem Senegal (2004) , Libyen (2006) und Algerien (2007) meine ersten Afrika-Erfahrungen. Auch die Reise ans Nordkap (2008) war gef\u00fcllt von neuen Eindr\u00fccken und gaben meiner Hobbyfliegerei ganz neue Perspektiven. Ich hatte vor knapp 30 Jahren das Fliegen gelernt, damals als 15-j\u00e4hriger Segelflugsch\u00fcler beim Aero-Club Pirmasens.<\/p> <p>Aber dass ich dieses Jahr sogar nach Israel starten sollte, konnte ich immer noch nicht fassen. Israel kannte ich bisher \u00fcberwiegend aus den Nachrichten und die versprachen nicht immer Gutes. Wochenlang vor dem Abflug war mein pers\u00f6nliches Umfeld schon deutlich besorgt um unsere Sicherheit.<\/p> <p>Heute schreibe ich diesen Bericht und kann feststellen, dass wir wohlbehalten und ohne eine Gefahr gesp\u00fcrt zu haben, diese sagenhafte Reise am 11. September 2010 auf dem Flughafen Paderborn-Lippstadt (EDLP) beendeten. Es gibt so viel zu erz\u00e4hlen! Mit diesem Bericht m\u00f6chten wir darauf aufmerksam machen, dass Fliegerreisen nach Israel heut sehr gut m\u00f6glich sind. Wir m\u00f6chten alle Flieger ermutigen, sich auch einmal au\u00dferhalb der Platzrunde zu bewegen und L\u00e4nder mit dem Flugzeug selbst zu erkunden. Wir waren mit f\u00fcnf Crews ein gemischtes Team was Alter und Erfahrung betraf. Es ist dabei aber absolut wichtig, einen \u201eLeitwolf\u201c zu haben, der alles koordiniert und dem sich alle unterordnen.<\/p> <p>Wir hatten mit Winfried Berthold einen Gl\u00fccksfall. Ohne eine wirklich gute, vorausschauende und durchdachte Planung ist der Flug sicherlich schwierig und nicht zu empfehlen. Wichtig ist auch die st\u00e4ndige Synchronisierung aller Piloten und aller Ansprechpartner in den Ziell\u00e4ndern, was f\u00fcr Winfried einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren war. Eine seiner absoluten St\u00e4rken ist die Kommunikation. \u00dcber Internet wurde eine gemeinsame Ablage von Dokumenten eingerichtet und alle Informationen wurden \u00fcber einen E-Mail-Verteiler st\u00e4ndig aktualisiert. Informationen zu Anflugbl\u00e4ttern, ben\u00f6tigtem Kartenmaterial, Zoll-Formularen und die komplette Flugvorbereitung waren somit f\u00fcr alle stets aktuell zug\u00e4nglich.<\/p> <p>\u00a0<\/p> <h2>TURBULENZEN VOR ABFLUG<\/h2> <p><br \/>Die Nachricht kam aus heiterem Himmel: unsere Cessna 182 TR war noch immer in der Werft und wird nicht rechtzeitig zu Beginn unseres Israel-Trips fertig. Sollte f\u00fcr uns jetzt die Planung des letzten halben Jahres umsonst gewesen sein? Dietmar Gieffers, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des LSV Rietberg, versuchte ein anderes Flugzeug bereitzustellen. Trotz einer perfekten Club-Ausstattung mit acht Piper Archer III, drei Cessna C-182 (2xTR, 1xRG) und zwei Cessna 172 (M, P) sollte es in der Hochsaison nicht einfach werden einen Ersatz zu finden. Drei Piper und zwei Cessnas waren f\u00fcr den Flug nach Haifa eingeplant. Insgesamt 16 Besatzungsmitglieder sollten am 1. September 2010 von Paderborn ins Abenteuer starten. Und jetzt diese Nachricht! Da wir als einzige Crew mit vier Personen besetzt waren, schieden die Piper Archer aus, die mit Gep\u00e4ck nur mit maximal drei Personen vorgesehen waren. Schlie\u00dflich gelang es, statt der vorgesehen Turbo-Cessna die nicht aufgeladene C-182 RG II zu erhalten. Die Avionik der nun f\u00fcr uns \u201eneuen\u201c D-EJNG war zwar nicht unser Favorit, aber mit einem GNS-430, zwei VORs, DME, ADF und Drei-Achs-Autopilot absolut ausreichend. Fraglich war jedoch die Einreise mit der neuen Kennung!<\/p> <p><br \/>Winfried, unser Organisator, bat mich direkt bei der ASOC (Aviation Security Operation Center) in Israel anzurufen. Alle Flugzeuge und Crews m\u00fcssen mit einem relativ aufw\u00e4ndigen Verfahren im Vorfeld angemeldet werden. Dazu gibt es eine spezielle Internetseite (http:\/\/asoc.mot.gov.il\/), auf der ein Code vereinbart wird, der pro Maschine und somit auch f\u00fcr eine feste Kennung, einen Einflug in den Luftraum von Israel gestattet. Da sich unser Flugzeug \u00e4nderte, rief ich direkt am Abend in Israel an, um nicht in Griechenland zu stranden. Die Ummeldung per Telefon ging problemlos, jedoch immer flankiert mit Fragen zu Umst\u00e4nden und Motiven. Gut, dass ASOC 24\/7 erreichbar ist!<\/p> <p>\u00a0<\/p> <h2>DER START IN ETAPPEN<\/h2> <p><br \/>Bereits am Vortag des Starttermins war zu erahnen, dass eine Warmfront von Norden her morgens Ostwestfalen erreichen w\u00fcrde. Deshalb waren zwei Teams schon am Vorabend Richtung S\u00fcden aufgebrochen, um das Risiko des Verzugs bei Reiseantritt zu minimieren. Winfried und seine Frau Ina Plassmann waren mit Ihrer Piper bereits nach Oberschlei\u00dfheim aufgebrochen. Roland Damann, der 1. Vorsitzende und auch Crew-Mitglied der D-ELJC, war am Morgen kurz nach 6 Uhr mit dem ICE Richtung M\u00fcnchen unterwegs, um dort an Bord zu steigen. Die zweite Piper mit Dietmar Gieffers und unserem j\u00fcngsten \u201ePIC\u201c(= Pilot In Command) Joan-Wilhelm Schwarze, waren nach W\u00fcrzburg-Schenkenturm geflogen um deren Pax (Passagier) Marianne M\u00f6ller abzuholen.<\/p> <p>Beide Maschinen w\u00fcrden somit der Warmfront sicher entkommen und am n\u00e4chsten Tag \u00fcber den Zwischenstopp Lubljiana (ICAO-Kennung LJLJ) mit vollen Tanks nach dem Etappenziel Dubrovnik (LDDU) weiterfliegen.<\/p> <p><br \/>Um 8 Uhr lokaler Zeit standen somit drei Crews in Paderborn buchst\u00e4blich im Regen: der Platz war gerade eben f\u00fcr Sichtflug geschlossen worden. Wolkenuntergrenzen um 300 Fu\u00df verhie\u00dfen nichts Gutes! Alle drei Crews hatten jedoch einen Instrumentenflug-berechtigten Piloten an Bord. Aber wir entschieden uns abzuwarten. In Bremen wurden schon fliegbare Untergrenzen gemeldet. Die C-182 TR mit Christoph Hartmann, dessen Frau Elvira Weidemann und Stefan Schink traf es dann doppelt hart. Nicht nur das Wetter machte Sorgen, auch die Batterie. Vollgetankt und schlie\u00dflich fertig zur IFR-Departure sprang die Maschine nicht an. Kein Mucks. Mit einer externen Starthilfe gelang es schlie\u00dflich und gegen 11 Uhr lokaler Zeit nahm die D-ELIC Kurs auf Pula (LDPL) in Kroatien, wo ein Zwischenstopp zum Tanken eingeplant war. Somit waren nur noch zwei Maschinen von f\u00fcnf am Boden in Paderborn.<\/p> <p><br \/>Die Zeit spielte gegen uns. Wir mussten mit unserer 140 Knoten schnellen Cessna sp\u00e4testens um 13 Uhr starten, damit wir noch eine Chance auf Dubrovnik hatten. Werner H\u00f6ing, Hans-Leo Sonnet und Mahalia Paris in der etwas langsameren Piper hatten jetzt kaum eine Chance, das Tagesziel vor Sonnenuntergang zu erreichen. Der Blick auf das Wetter zeigte uns, dass eine Alpen\u00fcberquerung im Westen \u00fcber die Brenner-Route am einfachsten w\u00e4re. Die D-ELPA mit Werner am Steuer entschied sich f\u00fcr die Strecke weiter \u00f6stlich, welche auch am Morgen die beiden vorausfliegenden Piper geplant hatten. Es musste bis 13 Uhr eine Entscheidung her! Gerd Janke, der eine IFR-Lizenz besitzt, gab einen Y-Flugplan auf. Dieser erlaubte einen Start unter Instrumentenflugbedingungen, der in einen VFR-Flug (Sichtflug) \u00fcberging. Wichtig war f\u00fcr uns her wegzukommen, da im S\u00fcden das Wetter deutlich besser war. Kaum waren wir startklar und rollten zur Runway 24, hob sich die Wolkendecke auf 500 Fu\u00df mit vielen \u201eL\u00f6chern\u201c und Werner konnte sogar mit Special-VFR zeitgleich starten.<br \/>\u2003<br \/>Der Start gelang problemlos und wir hatten nach den rasch durchstiegenen Wolkenfetzen, die \u00fcber dem Platz lagen, direkt gute Sichten. \u00dcber Warburg VOR ging es weiter nach Fulda. Die weitere Strecke f\u00fchrte \u00fcber Dinkelsb\u00fchl und Lech Richtung Innsbruck. Die Alpen waren sehr gut erkennbar und eine \u00dcberquerung in Flugfl\u00e4che 115 (ca. 3000 Meter \u00fcber Meer) war sehr entspannt. Die T\u00e4ler waren frei passierbar und eine \u00dcberquerung via Brenner-Route war bei einer Wolkenuntergrenze von mindestens 8.000 Fu\u00df ebenfalls gut machbar.<\/p> <p>Unsere mit vier Personen besetzte Maschine lag ruhig in der Luft und unsere Mitflieger Marco Gieffers und Katharina Slusarczyk genossen den tollen Ausblick auf die Alpen. Innsbruck Radar gab uns noch vor dem Meldepunkt BRENO an die Italiener weiter. Links vor uns erkannten wir klar und eindrucksvoll die Dolomiten. Die uns bisher begleitende Wolkendecke unter uns riss \u00fcber dem Brenner ab. Der wolkenklare Himmel gab uns Blick auf eine malerische Bergkulisse frei. Schroffe Felsw\u00e4nde, flache H\u00e4nge mit Almh\u00fctten, schneebedeckte Gipfel im Westen und eine wundersch\u00f6ne Farbenwelt breiteten sich unter uns aus. Gerd und ich hatten schon die ganze Zeit bemerkt, dass der R\u00fcckenwind enorm stark war und unsere Planung in Pula zwischenzulanden \u00fcberdacht werden konnte.<\/p> <p>Wir hatten die Cessna gut geleant und rechneten mit einen Verbrauch von maximal 50 Liter pro Stunde. Bei knapp 300 ausfliegbaren Litern AVGAS h\u00e4tten wir ca. 6 Stunden Reichweite. Mit dem R\u00fcckenwind berechneten wir nun nur noch 5 Stunden Flugzeit bis Dubrovnik. Der Plan war nun m\u00f6glichst viel Strecke abzuk\u00fcrzen und beim Einflug nach Kroatien zu kl\u00e4ren, ob wir bis zum Tagesziel durchfliegen k\u00f6nnen. Auch die VOR-\u201eFunkfeuer\u201c BZO und VIC wollten wir nicht mehr anfliegen. Es galt zu koordinieren, ob wir direkt \u00fcber den Flugplatz von Venedig in FL 115 fliegen durften und somit TES als n\u00e4chstes Ziel hatten. Dieser Wegpunkt war direkt am Flugplatz der Lagunenstadt.<\/p> <p>Nach kurzen Anfragen bekamen wir fast immer Freigaben zu unseren \u201eShortcuts\u201c! Der R\u00fcckenwind hielt in der St\u00e4rke an und wir \u00fcberflogen Venedig Richtung Pula, die Stadt am S\u00fcdzipfel von Istrien. Hier in Kroatien gibt es wundersch\u00f6ne Flugpl\u00e4tze und eine Reise zu den Inseln lohnt sich immer. Wir waren sch\u00f6n h\u00e4ufig hier. Pula Approach \u00fcbernahm uns von Padova Information. Jetzt galt es die neue Destination zu kl\u00e4ren. Nach wenigen Minuten hatten wir die Clearance zum direkten Weiterflug nach Dubrovnik. Welch ein Gl\u00fccksfall! Damit w\u00fcrden wir sogar das Hotel bis 19 Uhr erreichen, die vereinbarte Zeit zum Treffen aller Crews.<\/p> <p>Die Flugfl\u00e4che 115 konnten wir bis Split halten, bekamen wir die Freigabe zum Sinkflug, der uns mit noch mehr Zeitgewinn zum Tagesziel f\u00fchrte. Mit deutlich \u00fcber 170 Knoten Groundspeed waren wir f\u00fcr unsere Verh\u00e4ltnisse eine echte Rakete. Die Landung in Dubrovnik war problemlos. Wir stellen unsere Maschine bei den vor uns gelandeten zwei Piper und der Cessna ab. Damit waren vier von f\u00fcnf Flugzeuge am Tagesziel. Wir hatten zwar mit unserer Bord-Bord-Frequenz 123,45 MHz mehrfach versucht die D-ELPA zu rufen, aber die waren wohl zu weit \u00f6stlich und auch deutlich hinter uns. Sicherlich gab es sp\u00e4ter per Telefon Kontakt.<\/p> <p>Tanken wollten wir gleich, damit wir am n\u00e4chsten Morgen direkt starten k\u00f6nnen. 408 EUR bezahlten wir f\u00fcr 215 Liter, was ca. 1,90 EUR entspricht. Also hatten wir bei der Landung noch \u00fcber eine Stunde Flugzeit im Tank! Welch eine Reichweite, sogar ohne Longrange-Tanks! Langsam mochte ich die D-EJNG.<\/p> <p><br \/>Mit einem Taxi f\u00fcr 35 EUR ging es dann in das 5-Sterne Hotel Rixos Libertas. Winfried wartete schon auf uns, da wir die Hotel-Voucher f\u00fcr die ganze Gruppe an Bord hatten. Den Abend verbrachten wir bei einem wundersch\u00f6nen Dinner in der Altstadt mit Blick auf die Adria. Kaum vorstellbar, dass hier in den 90er Jahren ein grausamer Krieg stattfand, der alles in Schutt und Asche legte. Die Stadt ist mittlerweile im alten Stil komplett wiederaufgebaut.<\/p> <p>Viele Touristen sa\u00dfen in den Restaurants und Cafes des UNESCO Weltkulturerbes. W\u00e4hrend des Abendessens gab es neue Infos von der Crew der D-ELPA. Der Flug durch die \u00f6stlichen Alpen war wohl etwas anspruchsvoller und nach der Landung in Slowenien hatte sich Mahalia entschieden, per Bahn zur\u00fcck zu reisen und somit die Reise abzubrechen. Damit waren Werner und Leo auf der weiteren Strecke zu zweit im Flieger. Da die Sonne bald unterging, schaffen sie noch etwas aufzuholen, aber \u00fcbernachteten dann doch in Split.<\/p> <h2>\u2003<br \/>DIE WUNDERSCH\u00d6NE INSELWELT VON GRIECHENLAND<\/h2> <p><br \/>Der n\u00e4chste Tag musste zeitlich genau passen. Die Planung sah vor, dass wir in Araxos (LGRX) zum Tanken zwischenlandeten. Danach mussten wir bis 13:30 Uhr UTC (16:30 Uhr lokale Zeit) auf der Insel Astypalaia (LGPL) gelandet sein. Zu dieser Zeit schloss der Flugplatz und eine Landung war danach nicht mehr m\u00f6glich. Urspr\u00fcnglich war Rhodos (LGRP) als Tagesziel geplant, aber dort konnten wir nicht \u00fcber Nacht abstellen. Die Insel Astypalaia mit gut ausgebautem Flugplatz, jedoch ohne Tankm\u00f6glichkeit, war somit auf dem Weg und sollte uns f\u00fcr die n\u00e4chste Nacht beherbergen. Fr\u00fch am Morgen starten wir mit vier Flugzeugen nach Griechenland. Werner und Leo sollten sp\u00e4ter in Araxos auf uns sto\u00dfen, damit wir gemeinsam auf der kleinen Insel s\u00fcd\u00f6stlich der Kykladen \u00fcbernachten k\u00f6nnten. So der Plan bisher.<\/p> <p><br \/>Sonnenschein und blauer Himmel waren die Wegbegleiter gen S\u00fcden. Da fast die gesamte Strecke \u00fcber Wasser f\u00fchrte, waren Berge heute erst einmal kein Thema. Die Grenze zu Albanien \u00fcberflogen wir bei Intersektion LASTI direkt nach RODON. Tirana war sehr gut verst\u00e4ndlich und klar in den Anweisungen. Bei PITAS wurden wir den Griechen \u00fcbergeben mit Heading KRK (Kerkyra). Beim Anflug auf Araxos (LGRX) sollten wir auf milit\u00e4rischen Verkehr achten. Warum das so war, sahen wir bei der Landung nach ca. 2,5 Stunden Flugzeit. Es war ein Tummelplatz f\u00fcr F-16, die sich gegenseitig fast spielerisch verfolgen und Landungen \u00fcbten. Wenn es nicht ein Kriegsger\u00e4t w\u00e4re, k\u00f6nnte man als Pilot doch glatt ins Schw\u00e4rmen geraten!<\/p> <p>Kurz nach dem Aufsetzen mussten wir auf der Runway halten. Vor uns kreuzte langsam von links nach rechts eine Boeing 737. Da wir genau dorthin rollen mussten, erhielt der Passagierjet Vorfahrt. Am Ende des Taxiways, direkt gegen\u00fcber des Terminals, winkten schon unsere Crew, die in Kroatien als erste los geflogen und jetzt bereits am Tanken war. Dies war wieder eine planerische Meisterleistung von Winfried. Der Platz hat offiziell kein AVGAS. Das gilt f\u00fcr viele auch gro\u00dfe Pl\u00e4tze in Griechenland. Konstantinos Paximadis Konstantinos, der Chef des lokalen Aeroclubs von Araxos\/Patras hatte uns vier F\u00e4sser mit insgesamt 430 Liter AVGAS bereitgestellt. Es standen viele Piloten des heimischen Aeroclubs bereit, welche die kostbare Fl\u00fcssigkeit in unsere Flugzeuge pumpten. Wirklich eine tolle Kooperation und Gastfreundschaft. Er hatte auch die f\u00fcr uns extra erweiterten \u00d6ffnungszeiten des Flugplatzes von Astypalaia organisiert, da er den dortigen Flughafenchef Vasilios Sgouras gut kennt.<\/p> <p>Wichtig waren in Griechenland unsere vorab ausgef\u00fcllten Papiere (General Declaration Form). Pro Flugzeug war die Besatzung mit Paxen dort zu vermerken. Wir bezahlten dank der Gastfreundschaft des Aero-Clubs und unserer AOPA-Ausweise keine Landegeb\u00fchren, lediglich die Passagiere zahlten pro Kopf 12 EUR. Mit vollen Tanks rollten wir dann zur Piste 36L. Der Milit\u00e4rverkehr hatte mittlerweile deutlich zugenommen, ein ADAC-Ambulanzjet gesellte sich ebenfalls unter den abfliegenden Verkehr, also waren wir zum Warten verdammt. Nach einer halben Stunde Motorlaufzeit am Rollhalt waren bei der br\u00fctenden Hitze auch die Motoren sehr hei\u00df geworden. Eine Freigabe zum Start war noch nicht in Sicht. Der Blick auf die Uhr zeigte, dass es mal wieder knapp mit der Zeit wird. Die beiden relativ schnellen Cessnas w\u00fcrden noch die \u00d6ffnungszeit einhalten k\u00f6nnen, aber f\u00fcr die beiden Pipers war es schon recht sp\u00e4t. Dazu kam, dass die D-ELPA mit Werner und Leo noch immer nicht da war.<\/p> <p>Nach nun fast einer Stunde am Rollhalt bekamen wir die Startfreigabe. Endlich! Auch hatten wir im Funk die D-ELPA geh\u00f6rt, die im Landanflug war und jetzt noch tanken musste. Damit war f\u00fcr die D-ELPA das Landefenster Astypalaia wohl geschlossen. Konstantinos hatte den versp\u00e4teten Start der vier Maschinen mitbekommen und erreichte eine verl\u00e4ngerte \u00d6ffnungszeit um eine halbe Stunde. Damit w\u00e4ren zumindest die gerade startenden Flugzeuge \u201esafe\u201c.<\/p> <p>\u00a0<\/p> <h2>\u2003<br \/>EINE PERLE IM MITTELMEER<\/h2> <p><br \/>Nachdem der Flug nach Araxos von Flugh\u00f6hen in der N\u00e4he des Meeresspiegels gepr\u00e4gt war, mussten wir direkt nach Start von Araxos auf FL 95 steigen. Die Peleponnes hat Gebirge bis 2400 Meter H\u00f6he. Wolken hatten sich bereits um einige Gipfel gebildet. Richtung Osten wurde die Bew\u00f6lkung d\u00fcnner und \u00fcber dem Meer entschieden wir uns, wieder zu sinken. Schlie\u00dflich wollten wir die Inselwelt auf kurzer Distanz bewundern. Mit 3500 Fu\u00df ging es auch vorbei an Santorini, dem wundersch\u00f6nen Archipel s\u00fcdlich unseres Kurses mit dessen Flugplatz im flachen Ostteil.<\/p> <p>Auf Astypalaia stand der Wind \u201eMeltemi\u201c direkt auf der Bahn 33. Die Insel hat keine offiziellen VFR-Anflugverfahren, aber der Flugplatz ist sehr einfach zu finden. Zwischen den zwei Halbinseln befindet sich eine ca. 5 km breite Landbr\u00fccke. Dort ist der Flugplatz wirklich gut zu erkennen. Nach der Landung stellen wir auf dem kleinen Vorfeld die Cessna ab und luden aus. Unser Hotel \u201eMaltezana Beach\u201c ist von hier oben schon gut zu erkennen. Es liegt direkt am Stand einer kleinen Buch und ist mit 70 EUR im Einzelzimmer inkl. Fr\u00fchst\u00fcck absolut zu empfehlen! Die Abendsonne verw\u00f6hnte uns mit einem warmen Licht und einem leichten Wind.<\/p> <p>Auf der Terrasse a\u00dfen wir landestypisch selbstgemachtes Moussaka und griechischen Salat. Au\u00dfer uns sahen wir kaum Touristen. Die Stille und die Sch\u00f6nheit der Landschaft und der Blick auf das weite Meer lie\u00dfen den Abend als ersten wirklichen Urlaubstag ausklingen. Leider wieder ohne die Crew der D-ELPA. Der Flugplatz hatte um 17 Uhr geschlossen, nachdem die 30 Minuten Verl\u00e4ngerung verstrichen waren. Werner und Leo flogen Santorini an. Unser Plan war es jetzt, am kommenden Tag auf Rhodos alle Crews zu vereinen.<\/p> <p>Der Einflug nach Israel war im Verbund geplant mit nur geringem zeitlichem Versatz der Landungen. Auch hier waren die Zeiten klar vorgeschrieben und da es Freitag war, schloss der Platz auch p\u00fcnktlich. Der Samstag entspricht als Sabbath unserem Sonntag, somit war der Freitagabend der Beginn des Wochenendes.<\/p> <p>\u00a0<\/p> <h2>TAGESZIEL HAIFA<\/h2> <p>Heute begann der entscheidende Teil. Wir mussten die Crews auf Rhodos vereinigen, tanken, die Passkontrolle durchlaufen und vor dem Start mit der israelischen ASOC die Entry-Codes verifizieren. Zwar wurde beim Anflug auf Israel der sechsstellige Code \u00fcber Funk abgefragt, aber bereits auf Rhodos telefonierten alle Piloten bereits mit der ASOC, die neben dem vereinbarten Code noch drei Sicherheitsfragen checkten, die bei der Internet-Anmeldung vereinbart wurden. So musste jeder im Vorfeld Antworten zum Lieblingsessen, der Lieblingsfarbe und dem Lieblingsnamen notieren. Alles wurde im pers\u00f6nlichen Telefonat freundlich, aber bestimmt, \u00fcberpr\u00fcft.<\/p> <p>Nach kurzer Flugzeit von der kleinen Insel mit dem wundersch\u00f6nen Hotel nach Rhodos landeten wir, gef\u00fchrt \u00fcber die n\u00f6rdlich des Platzes gef\u00fchrte VFR-Route, auf der bekannten Urlaubsziel. Es war viel los auf dem Ferienparadies und der Tower w\u00fcnscht einen raschen Anflug direkt quer zur Landebahn mit kurzem Endteil. Kein Problem! Als wir wenig sp\u00e4ter die D-ELPA mit Werner und Leo einschweben sahen, fiel uns ein Stein vom Herzen. Alles konnte jetzt wie geplant weitergef\u00fchrt werden und wir warfen unserer Motoren an zum letzten Ziel des Tages: Haifa!<\/p> <p><br \/>Na ja, nicht alle konnten direkt \u201eanwerfen\u201c. Die D-ELIC hatte ja bereits beim Start in Paderborn Batterieprobleme. Es stellte sich heraus, dass die Batterie nicht mehr den Motor starten konnte, auch nach dem Aufladen durch den Flug. So mussten auf allen Flugpl\u00e4tzen von Christoph und Stefan eine GPU (Ground Power Unit) bestellt werden, was weitere Kosten verursachte. Einige Flugpl\u00e4tze verlangten kein Geld, andere wollten bis zu 150 EUR Zusatzgeb\u00fchr. Mittlerweile hatte Dietmar eine Ersatzbatterie aus Deutschland bestellt. Sp\u00e4ter stellte sich heraus, dass die Idee leider nicht gut war. <br \/>\u00dcber Zypern ging es weiter Kurs S\u00fcdost auf die K\u00fcste von Israel zu. Zwar mussten wie laut Vereinbarung Tel Aviv Identification 180 Nautische Meilen vor der K\u00fcste rufen, aber das klappte auf unserer Flugfl\u00e4che 85 nicht. Kurz nach Larnaca hatten wir dann Kontakt und \u00fcbermittelten den vereinbarten Code. Dieser wurde best\u00e4tigt und wir konnten einfliegen. \u00dcber die Punkte VELOX, DAVAR und GALIM ging es auf Haifa zu. 430 nautische Meilen lagen hinter uns, als der Flugplatz direkt hinter dem Hafen unter uns lag. Im Endteil sind zwei gro\u00dfe K\u00fchlt\u00fcrme zu sehen, die entweder mittels einer ausgedehnten Platzrunde etwas links versetzt umflogen werden mussten, oder es war m\u00f6glich einen sehr kurzen Endanflug zu w\u00e4hlen. Wir entschieden uns f\u00fcr den kurzen Weg. Der Funkverkehr in Israel fragt vor der Landung immer nach \u201ethree greens\u201c, welche das Fahrwerk meinen. Dies muss dann best\u00e4tigt werden, auch wenn die Piper mit Festfahrwerk gar keine andere M\u00f6glichkeit haben. Touchdown!<\/p> <h2>\u05d0\u05d9\u05df \u05d1\u05e2\u05d9\u05d5\u05ea (DEUTSCH: \u201eKEIN PROBLEM\u201c)<\/h2> <p><br \/>Nicht nur Winfried war als Organisator ein Gl\u00fcckfall. Es w\u00e4re die Reise nach Israel nicht m\u00f6glich gewesen, wenn uns nicht hier vor Ort Yigal Merav alle Wege geebnet h\u00e4tte. Unser Ansprechpartner der AOPA Israel hatte seit Januar zusammen mit Winfried an der Flugplanung mitgearbeitet. Alle Fragen konnte Yigal beantworten und es gab keine H\u00fcrden, die nicht zu \u00fcberspringen waren. Sein Motto war \u201ekein Problem\u201c. Dass er das erstmal beweisen musste, wussten er und wir bei der Landung noch nicht. Direkt nach dem Abstellen kamen mehrere israelische Flughafenmitarbeiter der Security auf uns zu. Die Flugzeuge mussten komplett entladen werden und schon am Flugzeug waren die P\u00e4sse zu zeigen. Fast alle hatten einen zweiten Reisepass besorgt, da wir von den Trips nach Afrika Stempel aus arabischen L\u00e4ndern hatten. Stefan hatte einen Stempel aus Tunesien, aber nach ein paar kurzen Fragen war auch dies kein Problem.<\/p> <p>Gerd Janke, der zweite Pilot unserer Maschine, hatte den Reisepass unterwegs wohl verloren. Er war nicht mehr zu finden! Er hatte nur eine Kopie und den Personalausweis dabei. Hier nahm die Geschichte der Einreise ihren Lauf. Er durfte mit dieser Art Ausweis nicht einreisen und da unser Flugzeug mit Crew als Einheit gesehen wurde, war eine sofortige Ausreise nach Zypern oder Griechenland im Gespr\u00e4ch. Gerd hing vor der roten Linie im internationalen Bereich des Flughafens fest. Drei Stunden vergingen mit Gespr\u00e4chen, Telefonaten und Diskussionen. Da er die Kopie des Reisepasses dabei hatte, wurde eine Sondervereinbarung getroffen. Gerd bekam ein \u201eone-day-permit\u201c und musste am folgenden Tag in Tel Aviv \u00fcber die deutsche Botschaft einen auf den Aufenthalt befristeten hilfsweisen Reisepass besorgen. Unter dieser Auflage war die Einreise m\u00f6glich. Wir atmeten alle auf. <br \/><br \/>Der Bus wartete mittlerweile einige Stunden, als er uns dann zum Nof Hotel auf den Berg Carmel fuhr. Von dort aus hatte man einen wundersch\u00f6nen Blick \u00fcber Haifa. Der Berg selbst ist ein Wohnbezirk mit vielen Hochh\u00e4usern. Der knappe Platz im Tal war meist der Landwirtschaft vorbehalten und es wurde vorzugsweise am Hang oder auf den Berggipfeln gebaut. Insgesamt bemerkten wir, dass israelische Stadtteil meist \u00fcber den arabischen Stadtteilen angesiedelt waren. Hier in Haifa leben Israelis und Araber in friedlicher Koexistenz, aber im Tal bei den H\u00e4fen und Raffinerien leben eher Araber und der Berg Carmel schien den vor allem eher wohlhabenden Israelis vorbehalten zu sein. Haifa selbst war bis zum britischen Mandat eher bedeutungslos. In der Bibel wurde Haifa beispielweise nicht erw\u00e4hnt. Durch den Bau des Hafens erhielt Haifa das heutige Gesicht. Hier legten viele Schiffe mit Auswanderern an, unter anderem auch die legend\u00e4re Exodus im Jahr 1947, die mit \u00fcber 5.000 Menschen unter menschenunw\u00fcrdigen Bedingungen ein Spielball der damaligen Politik war. Heute leben in Haifa knapp 300.000 Menschen. Vor der K\u00fcste sahen wir viele Frachtschiffe auf Reede.<\/p> <p>\u00a0<\/p> <h2>MASSADA \u2013 FLUG ZUM FU\u00dfPUNKT DER ERDE<\/h2> <p><br \/>Yigal hatte das Unm\u00f6gliche erm\u00f6glicht! Schon im Vorfeld hat er uns gefragt, wer mit dem Flugzeug den tiefstgelegensten Flugplatz der Erde anfliegen m\u00f6chte: Massada - LLMZ! Direkt an den Ufern des toten Meeres auf ca. 1.200 Fu\u00df unter dem Meeresspiegel gelegen. Die zwei Cessnas waren eingeplant, die Piper-Besatzungen blieben am Boden. So erfolgte das Briefing am Samstagmorgen auf dem Flughafen durch Yigal. Zwar wollte Gerd mitfliegen, aber der war mit dem Bus wegen seines Passes Richtung deutscher Botschaft in Tel Aviv unterwegs. Somit war bei uns Platz im Cockpit frei geworden. Werner lie\u00df sich nicht zweimal fragen und er flog zusammen mit Joan in der D-EJNG mit. Die D-ELIC hatte mit dem Umbau der Batterie aus der D-ETIV auch wieder \u201eSaft\u201c und konnte mit Christoph und Stefan wie geplant starten.<\/p> <p>Pro Flugzeug sollte ein israelischer Pilot mitfliegen. Die Routen waren ganz klar in Kurs, Meldepunkte und Flugh\u00f6he festgeschrieben. Der Flug selbst war zwar Sichtflug, aber stets kontrolliert (CVFR). Yigal \u00fcberraschte uns mal wieder: wir konnten ohne Sicherheitspilot fliegen! Erst als zweite Reisegruppe durften wir ohne eine solche \u201eAbsicherung\u201c auf eigene Faust das Land erkunden. Werner gab die ca. 30 Wegpunkte in sein GPS ein. Er flog den ersten Teil bis zu Landung in Massada. Der Weg f\u00fchrte vorbei \u00fcber den See Genezareth mit Heading auf die Golan H\u00f6hen. \u00dcber dem See, auf dem sehr viel Wassersport beobachtet werden konnte, ging des westlich des Jordans zwischen Jerusalem und Jericho nach S\u00fcden. Rechts von uns lag die Westbank, links von uns die jordanische Grenze. Der vorgeschriebene Korridor zum Fliegen hatte eine Toleranzbreite von 1 Nautische Meile. St\u00e4ndig wurden uns H\u00f6hen\u00e4nderungen und neue Meldepunkte \u00fcber Funk durchgegeben.<\/p> <p>Alles sehr professionell und ohne Probleme in der Handhabung, ganz anderes als wir uns das vorgestellt hatten! Vorbei an Jericho konnten wir die schroffen W\u00e4nde des Felsens erkennen, auf welchem die Festung von Massada gebaut wurde. Direkt am Fu\u00dfe dieses Felsens liegt der am tiefsten gelegene Flugplatz der Welt, den wir jetzt tats\u00e4chlich anflogen. Das Wasser des Jordans und ein parallel gebauter, k\u00fcnstlicher Kanal boten ein farbenpr\u00e4chtiges Pendant zum endlosen Braun der W\u00fcste. Unterhalb der Festung flogen wir die Piste 01 des W\u00fcstenflugplatzes an. Der H\u00f6henmesser unterschritt immer weiter die Null-Fu\u00df Grenze. Der Transponder zeigte kurz vor der Landung eine Flugfl\u00e4che \u00fcber 300 an!<\/p> <p><br \/>Mit 1.200 Meter L\u00e4nge ist die Asphaltbahn sehr gut sichtbar problemlos anzufliegen. Beim Ausrollen zeigte der H\u00f6henmesser 8.760 Fu\u00df an, 1244 Fu\u00df unter Null. An allen Orten der Welt w\u00e4re das \u201eCFIT\u201c (Controlled Flight into Terrain) - Gespenstisch!<\/p> <p><br \/>Bereits wenige Meilen n\u00f6rdlich des Platzes wurden wir zu Massada \u00fcbergeben, wo der Funkverkehr mit einem Handfunkger\u00e4t durchgef\u00fchrt wurde. Die Betreiber sa\u00dfen unter einem Zelt und a\u00dfen. Wir wurden sehr freundlich empfangen und es wurden uns gleich k\u00fchlende Getr\u00e4nke und Kaffee bzw. Tee angeboten. Joan, der mit in der D-EJNG mitflog, hatte sogar gleich einen Teller bekommen, als er sich f\u00fcr die lecker aussehenden Speisen interessierte. Statt Antworten zu geben, welche Gerichte auf den verschiedenen Tellern waren, sollte er direkt probieren. Es waren nur wenige Flugzeuge da. Eine Zwei-Mot stand mit ausgebautem Propeller auf dem kleinen Vorfeld. Sonst nur unsere zwei Cessnas und eine lokale Maschine, mit welcher einige einsame Platzrunden unterhalb des H\u00f6henzuges der Berge geflogen wurden. Wir warten auf den Bus, der uns \u00fcber die Stra\u00dfenroute hier abholen sollte. Joan war so verzaubert von dieser Welt, das er wohl am liebsten hier geblieben w\u00e4re. Der Bus sollte uns eine halbe Stunde sp\u00e4ter aber dann doch abholen.<\/p> <h2>\u2003<br \/>DIE FESTUNG VON MASSADA UND DAS TOTE MEER<\/h2> <p><br \/>Wir hatten die Festung von Massada im Gegenanflug schon \u00fcber uns gesehen. Jetzt fuhr der Bus die Stra\u00dfe hinauf zur Seilbahn, die zur Festung f\u00fchrt. Werner erz\u00e4hlte, dass er vor Jahren den Weg bis zur Festung per Fu\u00df hinaufgestiegen war. Ich konnte mir das in der Gluthitze aber heute nicht vorstellen! Wir fuhren nur ca. 5 Minuten zur Gipfelstation. Die Festung wurde von K\u00f6nig Herodes I. etwa 40 \u2013 30 vor Christus gebaut. Damals galt sie als uneinnehmbar. Erst die R\u00f6mer hatten im Jahr 73 nach Christus nach langer Belagerung durch \u00fcber 15.000 Legion\u00e4re mittels einer Rampe die Festung einnehmen k\u00f6nnen. Die knapp 1.000 Sikarier beschlossen lieber durch eigene H\u00e4nde zu sterben, als den R\u00f6mern lebend in die H\u00e4nde zu fallen. Sie verbrannten und vernichteten die Festung, lie\u00dfen jedoch gen\u00fcgend Lebensmittel zur\u00fcck. Dies sollte ein Zeichen f\u00fcr deren Freitod sein. Bis heute gilt diese Tat als Symbol des j\u00fcdischen Freiheitswillens. Heute ist die Festung ein Teil eine Nationalparks und absolut sehenswert. Vom Ostteil kann man hinab auf das Flugfeld sehen, wo unsere beiden Cessnas schemenhaft zu erkennen waren.<\/p> <p><br \/>Nach der Besichtigung der Festung ging es mit dem Bus weiter Richtung S\u00fcden zu einem Hotel, welches am Strand des toten Meeres liegt. Dort war ein Bad in der salzhaltigen und abflusslosen See geplant. Nur wenige Schritte ins \u00fcber 40 Grad warme Wasser gen\u00fcgten um die Sinne zu verwirren. Ich schritt immer tiefer in das Wasser, welches sich wie hei\u00dfes \u00d6l anf\u00fchlte. Irgendwann konnte ich nicht mehr laufen, denn meine Beine wurden nach oben gezogen! Jetzt galt es in Sekundenbruchteilen zu entscheiden, ob die Beine nach vorne oder nach hinten in die H\u00f6he schie\u00dfen sollen. Da das Wasser mit ca. 33% Salzgehalt in den Augen brennt, so war die Warnung, hatte ich mich schnell f\u00fcr eine R\u00fcckenlage entschlossen. Zack! Ich lag wie auf einem Sofa im Wasser. Ich musste laut lachen! Wenn man hier eine Schwimmschule er\u00f6ffnen w\u00fcrde \u2026. !<\/p> <p>Nachdem wir geduscht hatten, ging es nach kurzer Ruhepause bei tropischen Temperaturen zur\u00fcck zum Flugplatz. Gerd hatte ja jetzt offizielle Papiere und flog als vierter Mann mit. Elvira stieg jetzt auch zu und die D-ELIC war nun mit drei Personen besetzt. Ich startete den Motor der D-EJNG, der ohne Klagen bisher gute Dienste geleistet hatte. Nur der \u00d6lverbrauch machte uns Sorgen. Wir mussten bei jedem Stopp \u00d6l pr\u00fcfen und meist auff\u00fcllen. Langsam hob unsere Cessna gegen 17 Uhr lokaler Zeit ab und wir flogen in eine Linksplatzrunde, direkt an der Hangkante von Massada entlang. Joan sa\u00df rechts hinten und schoss beeindruckende Bilder.<\/p> <p>Ca. 5 Meilen nach S\u00fcden ging es via Arad Richtung K\u00fcste. Wir m\u00fcssten von - 1.200 Fu\u00df in kurzer Zeit auf 3.500 Fu\u00df steigen, um aus dem Tal heraus zu kommen. Die vor uns gestartete D-ELIC hatten wir \u00fcberstiegen und \u00fcberholt. Vor uns der Gaza-Streifen! Die K\u00fcste zeichnete sich am Horizont ab. Aber Richtung tief stehender Sonne waren nur Schemen der Stadt S`derot zu erkennen. Rechts vor uns lag Ashkelon als Meldepunkt. Wir mussten bis zur K\u00fcste auf 1200 Fu\u00df sinken, um im Tiefflug den Strand bis Haifa zu erkunden. Unter uns erschienen die Str\u00e4nde von Ashdod und Tel Aviv, die am heutigen Wochenende, dem Sabbath, voll Menschen gef\u00fcllt waren. Hinter den Hochh\u00e4usern der Metropole sah man den Hauptflughafen Ben Gurion. Nach etwas mehr als einer Stunde erreichten wir wieder Haifa und landeten. Mit Taxen ging es zur\u00fcck zum Hotel. Der Bus sollte erst fast zwei Stunden sp\u00e4ter eintreffen. Dieser Flug war das absolute Highlight des gesamten Trips. VFR \u00fcber Israel. Unvorstellbar! Aber wie sagt Yigal immer: \u201ekein Problem\u201c.<\/p> <h2>\u2003<br \/>ICH STAND IN DEN BILDERN DER GESCHICHTEN MEINER KINDHEIT<\/h2> <p><br \/>Die n\u00e4chsten drei Tage waren alle mit dem Bus unterwegs. Yigal hatte uns im Vorfeld eine Reiseagentur vermittelt. Izik (entspricht im Deutschen dem Namen Isaac) hatte uns bereits bei der Ankunft begr\u00fc\u00dft sorgte in den kommenden Tagen f\u00fcr ein abwechslungsreiches Programm. Als Reiseleiter wurde uns Tobias vorgestellt, der mit sehr gutem Deutsch uns alles Wissenswerte vermittelte. Hatten wir noch am Vortag den See Genezareth \u00fcberflogen, standen wir jetzt am Fu\u00dfe des Wassers, welches vom Jordan gespeist wird. Der See liegt \u00fcber 200 Meter unter Null und ist eines der wichtigsten Trinkwasserreservoirs des Landes. Im Westen des Sees besuchten wir den Berg der Seligpreisungen und die erste Kirche der Christenheit des Petrus. Als Heranwachsender lernte ich die Geschichten des neuen Testaments in Schule und Kirche. Ich malte mir damals Bilder aus, die auf den Erz\u00e4hlungen von meinem Vater, Lehrern oder Geistlichen basierten. Vieles war f\u00fcr mich schon immer mystisch und kaum vorstellbar. Es war f\u00fcr mich eine Zeit mit Wundern und einer besonderen Weisheit in allem was passierte. Nichts geschah ohne Grund. Die surrealen Bilder meiner Kindheit trafen ohne Vorwarnung auf die steingewordene Realit\u00e4t auf der ich nun mit eigenen F\u00fc\u00dfen stand. Auf einmal war alles so greifbar und sogar f\u00fcr alle lesbar beschriftet. Man konnte den Weg Christi genau nachverfolgen, wurde auf dessen Pfaden gef\u00fchrt und konnte sogar im Restaurant den Petrusfisch als Delikatesse essen. Das Lokal war gef\u00fcllt mit asiatischen Reisegruppen. \u00dcberall wo Christus wirkte, winkt heute das Gesch\u00e4ft mit dem Fremdenverkehr, so meine Gedanken. Auch die Abgrenzung der Religionen untereinander war f\u00fcr mich in diesem Land greifbarer, als ich es je zuvor erlebte. Im j\u00fcdischen Glauben spielt diese Gegend um den See eher eine untergeordnete Rolle. Das wusste ich auch noch nicht.<\/p> <p><br \/>Am s\u00fcdlichen Ende des Sees flie\u00dft der Jordan bis zum toten Meer, in dem das Wasser schlie\u00dflich verdunstet. Direkt hinter dem Abfluss aus dem S\u00fc\u00dfwassersee wirkte in der Zeit 29 nach Christus Johannes der T\u00e4ufer. Der heutige Ort gleicht eher einer \u201eMassenfabrik zum Taufen\u201c. Wir beobachteten einige Reisegruppen bei der Taufe, bevor es f\u00fcr diesen Tag nach Hause ging. Wir freuten uns schon auf morgen: Jerusalem! Tobias hatte auf unseren Wunsch hin einen Ausflug nach Bethlehem organisiert. Diese Stadt der Geburt Jesu ist Teil der Westbank und f\u00fcr Israelis verboten. So wurde eine dortige Agentur beauftragt, die uns hinter der Grenze weiter betreuen sollte.<\/p> <p>Bevor wir mit dem Bus zur Stadtgrenze gelangten, stiegen wir auf dem \u00d6lberg aus, der gegen\u00fcber des Tempelbergs liegt. Hier liegt ein riesiger j\u00fcdischer Friedhof, dessen oberes Ende von einer Aussichtsplattform gepr\u00e4gt wird. Alle Grabmale leuchten in der glei\u00dfenden Sonne als helle Quader, streng nach Jerusalem ausgerichtet. Am Fu\u00dfe des \u00d6lbergs liegt der Garten Ghedzemani, in dem laut der \u00dcberlieferung Jesus in der Nacht vor der Kreuzigung betete, bevor er von Judas Ischariot verraten wurde. Den Kreuzweg, der unter anderem \u00fcber die Via Dolorosa f\u00fchrte, erkundeten wir kurze Zeit sp\u00e4ter zu Fu\u00df bis hin zur Grabeskirche. Die Souks erinnerten an Stra\u00dfenz\u00fcge, die wir bei unseren Ausfl\u00fcgen im arabischen Raum kannten. Noch heute wird t\u00e4glich um 15 Uhr in einer Prozession der Franziskaner dem Leidensweg Christi gedacht.<\/p> <p>Im S\u00fcden von Jerusalem liegt Bethlehem. Hier mussten wir ohne Reiseleiter auf die andere Seite eines unvorstellbaren Bauwerks kommen: der Mauer um die Westbank, welche Israel ab 2003 \u00fcber fast 700 Kilometer L\u00e4nge errichtete und heute noch im Bau begriffen ist. Zwar ist als Legitimation statistisch gesehen die Zahl der Anschl\u00e4ge in diesem Gebiet seit dieser Zeit dramatisch zur\u00fcckgegangen, aber als Deutsche k\u00f6nnen wir nicht glauben, dass dies alles Wirklichkeit ist. Das Volk ist wie in einem riesigen Gef\u00e4ngnis eingeschlossen!<\/p> <p>Die Grenzanlage war um die Mittagszeit kaum besucht. Wir kamen relativ schnell auf die andere Seite, wo wir direkt freundlich in deutscher Sprache empfangen wurden. Mit zwei Kleinbussen ging es zu einem Restaurant nach Bethlehem zur St\u00e4rkung. Das Essen war ausgezeichnet und bot f\u00fcr meinen Geschmack eine gute Abwechslung zu den Vortagen. Unser neuer Reiseleiter hatte einige Zeit in M\u00fcnchen gelebt und sprach ein wirklich ausgezeichnetes Deutsch. Ihm war stets anzumerken, dass er kein \u00d6l ins Feuer gie\u00dfen m\u00f6chte. Nat\u00fcrlich sind Israelis und Palestin\u00e4nser keine Freunde, aber man achtet auf ein ad\u00e4quates Umgehen miteinander. Es sind wirklich dramatische Unterschiede beider Bereiche der Mauer bemerkbar. Wirkten die Israelis sehr strukturiert, hatten eine Schulpflicht f\u00fcr alle, sind vielen Bereichen in Technik und Forschung Weltspitze, so gab es hier noch nicht mal eine Schulpflicht. Auch eine deutliche Strukturierung der Tage war eher weniger wichtig, als das doch sehr strenge und konsequente Wirken auf der anderen Seite.<\/p> <p>Schon bei Tobias, unserem israelischen Guide war Uhrzeit und Planung das A und O. Wenn wir um 9 Uhr begannen und wir um 19 Uhr im Hotel zur\u00fcckerwartet wurden, dann war das genau so. Hier war alles etwas ruhiger, Zeit war vorhanden. Das erlebten wir vor allem bei dem abschlie\u00dfenden Besuch im obligatorischen Verkaufsraum kurz vor der Grenze.<\/p> <p><br \/>Der letzte Tag war nicht mehr so voll gepackt. Die Batterie aus Deutschland war inzwischen angekommen, hing aber im Zoll fest. Auch war diese trocken vorgeladen und wir mussten S\u00e4ure besorgen. Somit fuhr ein Team nachmittags zum Flugplatz, um den Flieger wieder fit zu bekommen. Leider erfolglos, denn der Zoll gab die Ware nicht frei. Vormittags hatten wir noch ein gemeinsames Abschiedsessen mit Tobias und Izik an der libanesischen Grenze mit Besuch der Stadt Akko. Die historische Stadt liegt am Nordrand der Bucht von Haifa und grenzt an den Libanon. Zur Zeit der Seidenstra\u00dfe hatte die Stadt eine Bl\u00fcte erlebt. Damals war sie einer der wichtigsten Handelsknotenpunkte zwischen Europa, Asien und Afrika. Nach dem Bau des Suezkanals verlor sie jedoch rasch an Bedeutung. Heute leben knapp 50.000 Einwohner, haupts\u00e4chlich israelische Araber in der Stadt. Der Hafen der Stadt hatte seinerzeit eine so gro\u00dfe Bedeutung, weil aufgrund seiner Lage bei fast jedem Wetter die Waren gel\u00f6scht werden konnten. Die Kreuzritter eroberten im Jahre 1104 nach zwanzigt\u00e4giger Belagerung die Stadt. Die Festungsanlage mit den vielen unterirdischen G\u00e4ngen und riesigen Gew\u00f6lbekeller beeindruckte uns noch heute. Wie Christoph mit \u00fcber 2 Meter L\u00e4nge da durch passte, ist mir heute noch ein R\u00e4tsel.<\/p> <p><br \/>Zum Essen hatten wir Trinkgelder f\u00fcr die gute Betreuung vorbereitet, wussten aber nicht, dass wir einen furchtbaren Fauxpas begangen! Mit ca. 60 EUR Trinkgeld hatten wir unseren Reiseleiter besch\u00e4mt. Es sei die Regel, so lernten wir von ihm, dass pro Tag und Person ca. 3 \u2013 5 EUR angemessen w\u00e4ren. Bei 15 Personen und 4 Tagen sind somit ca. 200 EUR erwartet worden.\u2003<\/p> <h2><br \/>DER WEG ZUR\u00dcCK<\/h2> <p><br \/>Nach vier Tagen Israel und einer Menge an neuen Eindr\u00fccken sollten am Mittwoch, dem 8. September 2010, die Motoren wieder starten. Das Hotel verschlang 425 EUR im Doppelzimmer f\u00fcr die f\u00fcnf N\u00e4chte mit Fr\u00fchst\u00fcck. \u00dcberragend waren die Zimmer nicht, eher untere Mittelklasse im europ\u00e4ischen Vergleich Alles war typisch amerikanisch. Das touristische Programm wurde pro Person mit 390 EUR in Barzahlung abgerechnet. Darin waren alle Eintritte und Essen mit enthalten. Besonders der letzte Abend in einem arabischen Restaurant hatte uns sehr gefallen. Mit dabei waren Yigal mit seiner Frau und auch Izik. Es sollte uns an nichts fehlen! Yigal und Izik gilt wirklich ein ganz besonderer Dank f\u00fcr die herzliche Gastfreundschaft und die hervorragende Planung.<\/p> <p>Das neue Tagesziel war Istanbul. Da die drei Piper die Reichweite f\u00fcr den direkten Kurs nicht hatten, Zypern einfach zu teuer war, hatte Winfried \u00fcber die Handling Agentur G\u00f6zen Air den Flugplatz Adana (LTAF) als Zwischenstopp geplant. Die T\u00fcrkei ist im Gegensatz zu Israel dramatisch teurer. Hatte uns Yigal das ben\u00f6tigte AVGAS f\u00fcr 1,20 EUR je Liter bereitgestellt, so mussten wir in der T\u00fcrkei zwischen 2,90 und 3,15 je Liter zahlen. Immer Cash auf die Hand! Das Handling war mit knapp 300 EUR pro Flugzeug mehr als \u00fcberteuert, aber gesetzlich so vorgeschrieben.<\/p> <p>Da wir jedoch als Ziel Rum\u00e4nien hatten, bot sich der \u00dcberflug der T\u00fcrkei an. Die beiden Cessnas konnten einen fast direkten Kurs \u00fcber Antalya nach Nordwesten nehmen. Wir flogen den etwas kleinere Flugplatz Sabiha G\u00f6kcen (LTFJ) an, der noch auf der asiatischen Seite des Bosporus liegt. Wir entschieden uns f\u00fcr Flugfl\u00e4che 85 und waren beeindruckt von den m\u00e4chtigen Gebirgen der T\u00fcrkei. Der Funk war problemlos, mussten jedoch nach Nicosia direkt mit Antalya Approach Kontakt aufnehmen, da ein reger Jetverkehr unter uns koordiniert werden musste. So wurden wir westlich des Platzes durch die TMA nach Norden geleitet. Nach \u00fcber 3 Stunden Flug landeten wir fast zeitgleich mit der vor uns gestarteten D-ELIC auf dem riesigen Gel\u00e4nde. Auf der Nordseite bot man uns eine Abstellfl\u00e4che f\u00fcr die Nacht an. Auch hier gibt es offiziell kein AVGAS. Jedoch hatte G\u00f6zen Air mit dem lokalen Aero-Club eine Vereinbarung getroffen, dass die Clubmitglieder uns auftankten. Das war eine sehr nette Geste!<\/p> <p>Wegen des enormen Preises von 3,15 EUR pro Liter, beschr\u00e4nkten wir uns auf das Auff\u00fcllen von 150 Liter. F\u00fcr das n\u00e4chste Leg nach Hermannstadt (Sibiu) sollte das mit dem verbleibenden Rest gut ausreichen. Da wir um 16 Uhr noch sehr gut in der Zeit lagen, bestellten wir uns sofort zwei Taxen in die Stadt. F\u00fcr ca. 50 EUR \u201eFestpreis\u201c fuhren wir \u00fcber die blaue Br\u00fccke des Bosporus nach Europa. Von weitem war die Moschee Hagia Sofia mit den vielen Minaretten zu sehen. Heute war der Tag vor dem Zuckerfest und \u00fcberall war Trubel in den Stra\u00dfen und auf den Pl\u00e4tzen. Viele Fernsehsender waren in der Stadt und bereiteten \u00dcbertragungen vor. Zelte waren f\u00fcr Konzerte aufgestellt und es herrschte ein buntes Treiben von H\u00e4ndlern die ihre Waren feilboten. Wir entschlossen uns in eines der Lokale in der N\u00e4he des Topkapi-Palast einzukehren, der leider gerade geschlossen wurde. Auf Kissen und Teppichen sa\u00dfen wir bequem auf dem Boden bei t\u00fcrkischen Spezialit\u00e4ten.<\/p> <p>Es war der vorletzte Tag des Fastenmonats Ramadan und entsprechend viel Platz hatten wir. Nach Sonnenuntergang fuhren wir per Taxi zur\u00fcck ins ca. 60 km entfernt gelegene Luxushotel, welches direkt am Flughafen G\u00f6kcen lag. Tipp: Kein Festpreis f\u00fcrs Taxi, denn der Z\u00e4hler zeigte weniger als 50 EUR, die wir f\u00fcr den Hinweg bezahlten.<\/p> <p><br \/>Leider mussten Christoph und Elvira durch Ereignisse in der Familie die Reise hier abbrechen. Beide reisten am n\u00e4chsten Tag per Linie nach Deutschland, wo sie schon erwartet wurden. Stefan war nun alleine in der D-ELIC. Sein Plan war, dass er am kommenden Tag nach Pula und dann schon einen Tag fr\u00fcher in Paderborn sein wollte.<\/p> <p>\u00a0<\/p> <h2>DER R\u00dcCKWEG WIRD VERSPERRT<\/h2> <p><br \/>Der Morgen begann mit einem reichhaltigen Fr\u00fchst\u00fcck im Airport Hotel am Flughafen. Heute sollte es nach Rum\u00e4nien gehen. In Sibiu (Hermannstadt) war ein Hotel gebucht und f\u00fcr den kommenden Morgen eine Stadtf\u00fchrung geplant. Leider schickte uns ein ausgepr\u00e4gtes Tiefdrucksystem tiefliegende Wolken von Westen in die Karpaten. S\u00fcdlich des Gebirges war alles in Ordnung, aber wir mussten wohl durch ein schmales Tal. Sibiu zog sich langsam mit Wolken zu und die Untergrenzen sanken. Damit war das Risiko zu hoch! Als neues Ziel hatten wir uns Brac vorgenommen, eine Insel vor Split in Kroatien. Die Westk\u00fcste von Griechenland sah noch gut fliegbar aus, aber von Italien kam auch eine Wolkenfront herangezogen. Bis Kroatien kamen wir nicht ohne nachzutanken.<\/p> <p>Da es in Griechenland kaum Flugpl\u00e4tze mit AVGAS gibt, war die Auswahl sehr eingeschr\u00e4nkt. Auf dem Weg kam Thessaloniki in Frage. Also los! Nach dem Abflug ging es s\u00fcdlich des Flughafens Atat\u00fcrk vorbei. Unter uns landeten Passagierjets bei bestem Wetter. Entlang der K\u00fcste konnten wir die Berge im S\u00fcden gut erkennen. Dann erreichte uns eine Nachricht, mit der wir nicht gerechnet hatten. Kaum \u00fcber Griechenland, meldete uns Alexandropolous, dass wir in Thessaloniki nicht landen durften, weil VIP-Verkehr erwartet wurde und das Vorfeld nicht verf\u00fcgbar war. Somit landeten wir au\u00dferplanm\u00e4\u00dfig auf Kavala (LGKV).<\/p> <p>Bei der Landung mussten wir auf eine Fangseil-Vorrichtung aufpassen, die f\u00fcr das Abbremsen von Jets quer \u00fcber die Bahn gespannt war. Der Flughafen war gro\u00df, ruhig und wirkt mit dem Wrack einer alten Tristar schon fast verlassen. Nur ab und zu war Passagierverkehr merkbar, der Touristen an- und abflog. Eine Maschine kam gerade aus D\u00fcsseldorf.<\/p> <p><br \/>Stefan musste mit der D-ELIC einen neuen Flugplan aufgeben, da er ja direkt weiter wollte. Seine bisherige Crew war gegen 11 Uhr mit der Linie von Istanbul nach Frankfurt gestartet. Da die Turbo-Cessna mit Longrange-Tanks ausgestattet ist, braucht er in Kavala nicht zu tanken. Also trennten sich nun unsere Wege. Wir sahen Stefan kurz nach der Annahme des neuen Zieles starten.<br \/>Jetzt war die entscheidende Frage wo wir tanken k\u00f6nnen. Kaum gelandet waren schon eine drahtige Dame besten Alters zu Stelle. Cathy war die Flughafenmanagerin, die sich um unser Handling k\u00fcmmerte. Alle standen vor ihr stramm. Sie wusste genau was sie tat! Auch der Charme unseres \u201eMister Dietmar\u201c konnte ihr nichts anhaben. Wir flachsten, sie schnitt ihr Brot mit der Handkante!<\/p> <p>Am Flugplatz war eine Niederlassung von Thielert. Diese Flugmotoren ben\u00f6tigen ja Diesel bzw. JET-A1 und kein AVGAS, aber in deren Hangar war eine Tankstelle mit Super-Plus 98 vorhanden. Mit Cathys Hilfe und sehr hilfsbereiten Mitarbeitern der Motorenfirma konnten wir unsere Maschinen tanken. Welch ein Gl\u00fcck! Dietmar riss die D-ETIV wieder mit der Hand an. Er hatte ja keine funktionierende Batterie. Leider klappt das nur bei relativ kaltem Motor. Bei den vergeblichen Versuchen ist ein Sicherheitsbeamter fast kollabiert. Wenn Dietmar mal anreisst, dann soll der Motor auch laufen! Auch dass sp\u00e4ter Werner \u00fcbernahm, half nichts. Wieder war eine Hilfsstromquelle n\u00f6tig. Aber auch das war in Kavala problemlos zu erhalten. Die D-ETIV sprang damit direkt an.<\/p> <p><br \/>Cathy besorgte fix drei Taxen und Hotelzimmer f\u00fcr alle im nahegelegenen Hafen von Keramoti. F\u00fcr 50 EUR war ein Doppelzimmer, f\u00fcr 40 EUR ein Einzelzimmer zu haben. Beide mit Fr\u00fchst\u00fcck. Es war kein Luxushotel, aber f\u00fcr eine Nacht mehr als ausreichend.<\/p> <p>\u00a0<\/p> <h2>ANFLUG AUF BRAC BEI REGEN<\/h2> <p><br \/>Der Satellitenfilm zeigte \u00fcber dem Stiefel von Italien ein ausgepr\u00e4gtes Tiefdrucksystem, das schon weit in den Norden bis nach Istrien reichte. Wir waren noch relativ s\u00fcdlich und die Wolkenlayer sollten uns einen Westkurs mit guten Sichten bis zur K\u00fcste Albaniens erm\u00f6glichen. Als Wolkenuntergrenze waren H\u00f6hen von 8.000 \u2013 10.000 Fu\u00df vorhergesagt, teilweise auch aufliegende Bew\u00f6lkung.. Die METARs (das sind Wetterbeobachtungen von Flugpl\u00e4tzen f\u00fcr Piloten) und TAFs (das sind lokale Vorhersagen) ergaben ein recht deutliches Bild: mit Kurs ca. 300 Grad \u00fcber Mazedonien bis nach Tirana, Albanien, klappt! Dabei waren aber hohe Berge zu ber\u00fccksichtigen.<\/p> <p>Gleich nach dem Start stiegen wir auf Flugfl\u00e4che 85. Diese H\u00f6he war frei von Wolken und bis zur K\u00fcste der Adria hatten wir VMC (Sichtflugbedingungen). \u00dcber der K\u00fcste fielen nach Norden die Wolken immer weiter ab, so dass wir querab Tirana einen Sinkflug auf 3500 Fu\u00df Richtung PETAK-Point \u00fcber dem Meer anfragen, der uns genehmigt wurde. Weiter nach Norden wurden die Sichten schlechter und die Untergrenzen sanken, aber nicht dramatisch. Kurz vor dem Ziel staute sich auf der S\u00fcdseite der Insel Hvar eine Wolkengruppe bis fast auf den Boden, die aber sehr einfach umfliegbar war. \u00dcber Funk standen wir stets im Kontakt zu den Maschinen hinter uns, die nat\u00fcrlich sehr neugierig auf unsere Berichte waren.<\/p> <p>Die Piste von Brac ist 1.440 Meter lang und liegt auf knapp ca. 1.800 Fu\u00df H\u00f6he. Wenn man die ganze Zeit immer als Referenz den Meeresspiegel hatte, muss man in der Platzrunde drauf achten, vor der Landung nochmals auf ca. 2.500 Fu\u00df zu steigen, damit man einen relativ normalen Endanflug hat. Gerd setzte die Cessna auf und rollte ab. Geschafft! Die verbleibenden drei Piper kamen eine halbe Stunde nach uns und tankten ebenfalls. Mit ca. 1,90 EUR ist AVGAS etwas preiswerter als in Deutschland.<\/p> <p>Das Flughafentaxi fuhr uns zu einem Reiseveranstalter nach Bol. Dieser Ort liegt direkt am Fu\u00dfe die Flughafens, nur \u00fcber 400 Meter tiefer. Bekannt ist Bol f\u00fcr das \u201eGoldene Horn\u201c, einen sch\u00f6nen Sandstrand, der spitz ins Meer ragt. Die Hauptsaison ist hier schon vorbei, kein Wunder bei dem Regenwetter. Es geht ein rauer Wind und f\u00fcr den Abend ist Bora gemeldet. Keine Zeit zum Baden oder Sonnen. Der Vorteil sollte sein, dass am n\u00e4chsten Morgen alle Wolken \u201eweggeblasen\u201c waren. Die Flieger hatten wir mit Seilen gut festgezurrt.<\/p> <p>Es stellte sich heraus, dass wir direkt \u00fcber der Agentur des Reiseveranstalters sehr einfache, aber auch sehr preiswerte Zimmer bekommen k\u00f6nnen. 20 EUR pro Person. Fr\u00fchst\u00fccken k\u00f6nnten wir auf der Terrasse des Restaurants, welches im gleichen Geb\u00e4ude lag. Sofort griffen wir zu!<\/p> <p>Im Hafen verbrachten wir unseren letzten gemeinsamen Abend. Einige von uns mieteten f\u00fcr zwei Stunden ein Motorboot (35 EUR) , die anderen gingen spazieren und a\u00dfen Eis. Welch ein toller und gem\u00fctlicher Ausklang!<\/p> <h2><br \/>\u00dcBER VENDIG ZUR\u00dcCK NACH PADERBORN<\/h2> <p><br \/>Der Brieftaubentrieb kam wie immer am letzten Tag. Jetzt nach Hause! Das Wetter war gut und die Alpen \u00fcberfliegbar. Wir entschieden uns mit der Cessna zum Direktflug via Innsbruck nach Paderborn und landeten nach genau 5 Stunden um 15 Uhr nachmittags. Mit dem \u00dcberflug von Venedig hatten wir eine Abk\u00fcrzung direkt \u00fcber die Lagunenstadt erhalten. Die Stadt lag glasklar im Sonnenlicht auf der richtigen Seite f\u00fcr tolle Bilder. Die Piper-Crews flogen die \u201eClub-Standardroute\u201c \u00fcber Sch\u00e4rding in \u00d6sterreich. Alle waren am Samstagabend um 19 Uhr im H\u00e4uschen. Damit haben wir die Zeiten exakt eingehalten. Den Sonntag als Puffer brauchten wir somit nicht mehr. Das war auch gut, denn ab Samstagnacht wurde das Wetter in Deutschland (mal wieder) schlechter.<\/p> <p>Gruppenreisen sind nicht jedermanns Sache. Auch kennen sich viele Personen vor dem Ausflug nicht oder nur wenig. Piloten werden zu Teams, Passagiere m\u00fcssen sich auf die Teams verlassen. Das klingt einfach, aber es kommt sicherlich bei vielen Ausfl\u00fcgen genau hier zu Stressmomenten. Die Crews und die gesamte Truppe dieser Reise war mehr als diszipliniert und jederzeit kooperativ. Trotz vieler Tage, die zum Teil um 6 Uhr morgens begannen und sp\u00e4t abends endeten, war eine Erholung zu sp\u00fcren. Ein dickes Lob gilt auch Winfried, der die Vorbereitungen und das Briefing der Crews wirklich gut im Griff hatte. Danke auch an Roland, der bei der Sache mit Gerds Reisepass \u201eGott und die Welt\u201c in Gang setzte. Im schlimmsten Falle h\u00e4tte das unsere Maschine getroffen. Auch Dietmar als unser Antreiber darf nicht vergessen werden. Er hatte mit seinem \u201ePIC\u201c Joan aber einen tollen jungen Piloten, dem die Reise mit uns \u201ealten S\u00e4cken\u201c sichtbar gefiel!<\/p> <p>Last but not least ist es uns eine Ehre bei Yigal f\u00fcr die Einladung zu bedanken. Die Kontaktdaten von ihm werden von uns ver\u00f6ffentlicht. Wir sind sicher, dass er sich \u00fcber alle Piloten, die nach Israel reisen m\u00f6chten freuen w\u00fcrde.<\/p> <h2>\u00a0<\/h2> <h2>DANACH .....<\/h2> <p><br \/>Am n\u00e4chsten Tag war ich bei Dietmar im B\u00fcro des Luftsportvereins. Die Z\u00e4hlerst\u00e4nde der einzelnen Maschinen ergaben ein ganz unterschiedliches Bild. So waren die Piper langsamer und mussten auch mehrfach zum Tanken von der \u201eIdeal-Linie\u201c abweichen. So standen ca. 36 \u2013 38 Stunden Flug auf der Rechnung. Unsere Cessna war der Hit. Wir hatten ja auch \u00fcberall abgek\u00fcrzt wo es ging (nat\u00fcrlich mit Abstimmung!) und hatten nur knapp 27 Stunden auf der Uhr. Aber man darf nicht vergessen, dass wir auch schneller waren als die Pipers.<\/p> <p>Dietmar und ich sa\u00dfen danach noch im Clubheim zusammen. Beide dachten wir an die sch\u00f6nen Tage und diese einzigartige Reise. Unser Bild von Israel hatte sich ver\u00e4ndert.....<\/p>\n<a href=\"https:\/\/www.lsvr.de\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/VFR-Israel-2010-mit-der-Cessna-\u00fcbers-gelobte-Land-finale-Version.pdf\"> <svg aria-label=\"Open\" role=\"img\"><use href=\"#tf-ti-search\"><\/use><\/svg> <img src=\"https:\/\/www.lsvr.de\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Israel-Reisebericht-Cover.jpg\" title=\"Reisebericht als PDF\" alt=\"Reisebericht als PDF\" srcset=\"https:\/\/www.lsvr.de\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Israel-Reisebericht-Cover.jpg 293w, https:\/\/www.lsvr.de\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Israel-Reisebericht-Cover-211x300.jpg 211w\" sizes=\"(max-width: 293px) 100vw, 293px\" \/> <\/a> <h3> <a href=\"https:\/\/www.lsvr.de\/de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/VFR-Israel-2010-mit-der-Cessna-\u00fcbers-gelobte-Land-finale-Version.pdf\"> Reisebericht als PDF <\/a> <\/h3>\n<h3>Fotostrecke des Abenteuers<\/h3>[gallery ids=\"1343,1344,1345,1346,1347,1348,1349,1350,1351,1352,1353,1354,1355,1356,1357,1358,1359,1360,1361,1362,1363,1364,1365,1366,1367,1368,1369,1370,1371,1372,1373,1374,1375,1376,1377,1378,1379,1380,1381,1382,1383,1384,1385,1386,1387,1388,1389,1390,1391,1392,1393,1394,1395,1396,1397,1398,1399,1400,1401,1402,1403,1404,1405,1406,1407,1408,1409,1410,1411,1412,1413,1414,1415,1416,1417,1418,1419,1420,1421,1422,1423,1424,1425,1426,1427,1428\"]","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.lsvr.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1329","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.lsvr.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.lsvr.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lsvr.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lsvr.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1329"}],"version-history":[{"count":31,"href":"https:\/\/www.lsvr.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1329\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3229,"href":"https:\/\/www.lsvr.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1329\/revisions\/3229"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.lsvr.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1329"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}